Kimi Räikkönen fuhr zwar am Dienstag nicht viel, aber dafür sehr schnell

Formel 1 2009

— 10.03.2009

Räikkönen am zweiten Barcelona-Testtag vorne

Während Kimi Räikkönen endlich mal wieder eine Tagesbestzeit für Ferrari holte, überzeugte Brawn-Mercedes erneut - Viele technische Defekte am Dienstag

Auch am Dienstag strahlten die Brawn-Teammitglieder ereut mit der Sonne um die Wette - und das Wetter war bestens in Spanien. Der Grund: Auch Rubens Barrichello kam mit dem neuen BGP001 auf Anhieb gut zurecht und konnte die Rundenzeit seines Teamkollegen Jenson Button vom Vortag sogar noch einmal verbessern. Der Brasilianer beendete den Testtag in 1:20.966 Minuten auf dem dritten Rang. Einzig am Vormittag gab es ein kleines technisches Problem, als Barrichello am Ende der Boxengasse ausrollte.

Allerdings ließ sich die Brawn-Mannschaft nicht lange Aufhalten. Der Neuwagen wurde rückwärts zurück in die Box geschoben, eine kurze Reparatur folgte und anschließend konnte Barrichello problemlose 111 Runden abspulen. Die Getriebprobleme vom Vortag waren bei der neuen Mannschaft aus Brackley heute kein Thema mehr.

Schumacher als aufmerksamer Beobachter

Am schnellsten war heute Kimi Räikkönen (1:20.314 Minuten/55 Runden). Der Finne absolvierte am Vormittag viele Boxenstopp-Übungen und brachte die Ferrari-Crew ins Schwitzen. Immer wieder mussten die Mechaniker zum Reifenwechsel und Tanken antreten. Später fuhr man Aerodynamikversuche mit einem veränderten Heckflügel, auch neue Radkappen waren am F60 zu erkennen. Michael Schumacher beobachtete die Arbeit von der Boxenmauer.

Neben dem siebenfachen Weltmeister hatte sich David Coulthard platziert. Der Schotte verfolgte die Testarbeit seines Ex-Teamkollegen Mark Webber (5./1:21.347/66) mit dem Red Bull. Doch die Mannschaft hatte heute erneut technische Sorgen. Am Vormittag rollte der Australier auf der Strecke aus und verursachte ein von vier Rotphasen des Tages. Am Mittwoch soll Sebastien Vettel die Arbeit übernehmen. Angeblich soll der RB5 einen ganz neuen Unterboden verpasst bekommen.

Bei Toyota ging die solide Testarbeit mit dem TF109 wie gewohnt voran. Jarno Trulli (4./1:21.182/121) absolvierte einmal mehr eine Rennsimulation ohne irgendwelche Zwischenfälle. Auch Nick Heidfeld (6./1:21.615/127) spulte viele Kilometer ab. Am BMW Sauber F1.09 war heute erstmals eine große Haifischflosse zu erkennen. Das Element hatte fast das Ausmaß, wie man es beim Red Bull phasenweise im Einsatz hatte.

Pechvogel des Tages: Bourdais

Stark unterwegs war heute Kazuki Nakajima (2./1:20.907/66). Der Japaner war zwar schnell, aber wurde nicht von technischen Problemen verschont. Am Nachmittag musste Nakajima den FW31 am Streckenrand parken. Über den Ausfallgrund ist nichts bekannt. Auffällig jedoch: Gestern hatte man sich zeitweise von den auffälligen "Ohren" am Cockpitrand verabschiedet, heute schon feierten die Aerodynamikteile ihr Comeback.

Adrian Sutil (7./1:21.834/82) fuhr heute stabilen Runden auf recht solidem Niveau, Fernando Alonso (8./1:21.937/111) wurde im Renault R29 heute wieder zum Dauerläufer. Bei McLaren-Mercedes gab es in Bezug auf Rundenzeiten heute erneut keine großen Fortschritte zu erkennen. Heikki Kovalainen (9./1:21.991/88) experimentierte mit der Aerodynamik. Phasenweise besprühte man die seitlichen Finnen mit Farbe, um an deren Verlauf den Luftfluss erkennbar zu machen.

Der große Pechvogel des Tages war Sébastien Bourdais (10./1:23.039). Der Franzose kam mit dem Toro Rosso STR4 heute nur wenige Kilometer weit. Der Neuwagen streikte bereits nach 14 Runden, es folgte eine lange Wartephase. Angeblich hatten die Italiener Probleme mit der Aufhängung. Am Nachmittag saß überraschend bereits Sébastien Buemi im Cockpit. Der Schweizer absolvierte eine erste Installationsrunde im Neuwagen, bevor für ihn die Arbeit erst morgen richtig beginnt.

Fotoquelle: xpb.cc

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.