Max Mosley setzt sich für eine Neufassung des britischen Medienrechts ein

Formel 1 2009

— 11.03.2009

Mosley kämpft weiter für Privatsphäre

Max Mosley kämpft in Großbritannien für eine Veränderung des Medienrechts - Besserer Schutz der Privatsphäre: "Meine Würde kehrt nie zurück"

Nach der gerichtlichen Auseinandersetzung um die Veröffentlichungen der Zeitung 'News of the World' und der daraus entstandenen Sexaffäre von Max Mosley hatte der FIA-Präsident vor einem Gericht gesiegt. Man sprach dem Briten im Juli vergangenen Jahres eine Entschädigung von rund 65.000 Euro zu, außerdem musste die Zeitung alle Verfahrenskosten übernehmen. Doch Mosley kämpft weiter, denn er will einen besseren Schutz der Privatsphäre in den Medien.

Dafür müsste das britische Medienrecht angepasst werden, denn Mosley fordert, dass sich Verleger vor der Veröffentlichung eines Artikels mit privaten Details zunächst eine gerichtliche Zustimmung holen müssen. Seine entsprechende Forderung wiederholte er vor der Medienkommission des britischen Parlaments. "Ich war entsetzt", beschrieb Mosley die Vorgänge bei der Veröffentlichung noch einmal.

"Ich fühlte mich, als sei ich in mein Haus gekommen und Diebe hätten gerade die gesamte Wohnung ausgeräumt. Ich war schockiert, ärgerlich, zornig und empört", sagte Mosley. Und weiter: "Wenn dich jemand all deines Geldes und deiner Habe beraubt, dann kann man das irgendwie ersetzen. Wenn dir aber jemand die Würde nimmt, dann kann das nicht wieder gut gemacht werden. Solange ich lebe, werden sich die Leute an diese Geschichte erinnern."

Mosley will mit seinem Bemühen um die Anpassung des britischen Medienrechts bis vor den Europäischen Gerichtshof ziehen. Der FIA-Chef lässt sich diesen Weg viel Geld kosten. Angeblich soll er bereits rund 30.000 Euro in die Verfahren gesteckt haben. "Das ist es mir wert. Viele Leute würden sagen: 'Wenn ich zusätzlich zu der Tatsache, dass ich alles nochmal erzählen muss, auch noch eine dicke Rechnung bekomme, dann lasse ich es'."

Fotoquelle: xpb.cc

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