Flavio Briatore will sich von den Renault-Fortschritten persönlich überzeugen

Formel 1 2009

— 11.03.2009

Briatore: "Sind auf dem Level von Ferrari"

Renault-Teamchef Flavio Briatore sieht seine Mannschaft auf einem guten Weg und klagt andere an: "Mindestens drei Teams halten sich nicht an die Regeln"

Bei Renault hat man die Probleme aus der frühen Phase der Vorbereitung offenbar überwunden. Der 29 läuft nach anfänglichen Schwächephasen mittlerweile stabil und recht schnell. Entsprechend ist die Stimmung im Lager der Franzosen optimistisch. "Wir machen einen guten Job. Man sollte sich nicht von Rundenzeiten irritieren lassen. Wir sind sehr konstant", freute sich Teamchef Flavio Briatore in der 'Gazzetta dello Sport'.

"Wenn du einen Sponsor anlocken möchtest, dann kannst du eine beeindruckende Runde hinlegen. Wenn nicht, dann spulst du einfach dein Programm ab", beschrieb Briatore die Arbeitsweisen der Teams in Barcelona. "Wir sind mit unserem Auto und KERS sehr zufrieden. Es folgt ja noch ein wichtiger Test in Jerez. Fernando ist glücklich, also sind wir es auch. Aber es wird ein spannendes Jahr. Ich sehe fünf oder sechs Teams innerhalb weniger Zehntelsekunden. Fernando hat aber die Qualitäten, dann das Beste herauszuholen."

Er habe anhand der Testfahrten bereits die Hauptkonkurrenten ausmachen können, sagte der Teamchef weiter: "Toyota sehe ich sehr stark, auch die frühere Honda-Mannschaft ist gut. Allerdings weiß man bei denen nicht, wo die Wahrheit liegt. Wir sind gemeinsam mit Ferrari auf einem Level." Briatore nutzte die Gelegenheit erneut, um seinen Unmut bezüglich der KERS-Regeln Luft zu machen. Der Einsatz der Hybridtechnik ist 2009 freiwillig.

FIA-Regelwächter: Whiting schaut ganz genau hin

"Es ist nicht richtig, dass in Australien nun einige Teams mit diesen Bauteilen starten werden und andere ohne. Es sollte für alle gleich sein. Das kann doch kein Mensch verstehen. Wir wollen klare Regeln haben - schwarz oder weiß. Und sie müssen für alle gleich sein", sagte Briatore bezüglich der aktuellen Diksussion um Diffusoren. "Wir sehen mindestens drei Teams, die sich nicht an die Regeln halten".

Er wolle sich aber mit einem offiziellen Protest zurückhalten: "Ich will jetzt nicht, dass es so endet, wie bei der Einfrierung der Motorenentwicklung. Wir haben diese Regel im vergangenen Jahr respektiert und uns dadurch ein Defizit von 50 PS eingehandelt. Jetzt gibt es eigentlich die gleiche Geschichte wieder." Die Worte von Briatore können eigentlich nur eine Konsequenz haben: Auch Renault wird in diesem Jahr alle sich bietenden Lücken nutzen.

Einige Teams scheinen in ihrem Bemühen möglicherweise bereits zu weit gegangen zu sein. FIA-Renndirektor Charlie Whiting stattete in Barcelona drei Teams einen Besuch ab. Bei Williams nahm er aus Sicherheitsaspekten die sogenannten "Ohren" an der Lufthutze unter die Lupe, beim BMW Sauber F1 Team waren kleine Finnen am Cockpit von Interesse und bei Toyota warf der FIA-Regelhüter noch einmal einen genauen Blick auf den bereits viel diskutierten Diffusor.

Fotoquelle: xpb.cc

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