Sebastian Vettel wird mittelfristig schon mit Ferrari in Verbindung gebracht

Formel 1 2009

— 12.03.2009

Vettel: Nur die Zukunft zählt

Sebastian Vettel geht mit bescheidenen Erwartungen an den Saisonstart, rechnet sich aber für die Zukunft einiges mehr aus: "Lob macht keinen Deut schneller"

Nach einem furiosen Auftakt mit dem neuen RB5 ist es in den vergangenen Tagen etwas ruhiger um die Red-Bull-Mannschaft geworden. Sebastian Vettel und Mark Webber verkrochen sich mit ihrem neuen Dienstwagen bei den jüngsten Testfahrten immer mehr im Mittelfeld - der grandiose Speed war weg, die Zuverlässigkeitsprobleme blieben. Entsprechend geht der junge Deutsche nun auch mit bescheidenen Erwartungen an das erste Rennen in Melbourne.

"Man muss immer ein paar Kinderkrankheiten ausräumen. Das Auto fühlt sich sehr gut an. Aber es ist noch zu früh, mit gewagten Prognosen die Pferde scheu zu machen", sagte Vettel im Interview mit der 'Frankfurter Rundschau'. Und weiter: "Wir müssen mal die Füße auf dem Boden halten. Die Favoriten sind ganz klar McLaren-Mercedes und Ferrari. Wenn wir uns da nahe dran einreihen könnten, wäre das natürlich toll." Auch das neue Brawn-Team hat der Heppenheimer auf der Rechnung.

Man solle sich keinesfalls von Testergebnissen blenden lassen. Vettel erklärte: "2008 hatte Williams hervorragende Wintertests. Beim ersten Rennen wurde Nico Rosberg Dritter und viele haben geglaubt, dass Williams jetzt die dritte Kraft ist. Ruckzuck war es still um Williams und sie sind im Niemandsland verschwunden." Wenn man das richtige Paket beisammen habe, wolle er dafür sorgen, dass man auch die entsprechende Ernte einfahre.

Vettel wollte sich auf keine konkreten Zielsetzungen für 2009 einlassen. Ob er erneut auf einen Sieg schiele, wie er ihn überraschend im vergangenen Jahr mit Toro Rosso in Monza holen konnte? "Na klar. Sonst müsste ich ja jetzt schon zurücktreten. Ich will möglichst viele Rennen gewinnen und irgendwann Weltmeister werden." Aber: "Kein noch so lobendes Wort macht mich auf der nächsten Runde auch nur einen Deut schneller. Ein Lob bezieht sich ja immer auf Vergangenes, was zählt ist die Zukunft."

Red Bull wird bei den ersten drei Rennen auf KERS verzichten. Der Gewinn von 80 Extra-PS über einen kurzen Zeitraum hebe die Nachteile durch mehr Gewicht und eine schlechtere Gewichtsverteilung noch nicht auf. "Es wird mit Sicherheit nicht so sein, dass man auf den Knopf drückt und dann an einem vorbeizieht. Das ist Schwachsinn. Man muss nahe am zu überholenden Auto dran sein und sogar dann ist es nicht so einfach, selbst wenn man KERS an Bord hat und der andere nicht."

Fotoquelle: xpb.cc

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