Fernando Alonso möchte nach zwei Jahren Pause wieder Weltmeister werden

Formel 1 2009

— 15.03.2009

Verhaltener Optimismus bei Alonso

Fernando Alonso sieht Renault derzeit an fünfter Stelle, rechnet sich aber größere Chancen auf den WM-Kampf aus als vor einem Jahr

2005 und 2006 war Fernando Alonso Weltmeister, 2007 sammelte er trotz des "Kriegs der Sterne" bei McLaren-Mercedes nur um einen Punkt weniger als Champion Kimi Räikkönen und 2008, im Jahr eins nach der Rückkehr zu Renault, gewann er nach einer verpatzten ersten Saisonhälfte immerhin noch die Grands Prix von Singapur und Japan.

Aufgrund des Leistungsaufschwungs im letzten Saisondrittel machte sich der Spanier Hoffnungen, 2009 von Anfang an konkurrenzfähig zu sein, doch Renault legte mit dem neuen R29 einen klassischen Fehlstart in den Winter hin. Inzwischen konnte der Rückstand dank einiger Modifikationen zwar verringert werden, doch ganz vorne konnte Alonso bislang nicht mitmischen - und sein Teamkollege Nelson Piquet noch weniger.

Renault derzeit Nummer fünf?

"Drei oder vier Teams sind einen Schritt weiter als wir", gesteht der Ex-Weltmeister. "Die Zeiten von Ferrari, Brawn oder auch BMW liegen außerhalb unserer Reichweite. Wenn wir fünftbestes Team sind, bedeutet das Platz zehn im Rennen. Aber es geht nicht nur darum, in Melbourne zu gewinnen, denn vor uns liegt eine lange Weltmeisterschaft. Es wird viele Veränderungen geben und es wird sicher kein exklusiver Zweikampf zwischen Ferrari und McLaren."

Sein Ex-Team um Titelverteidiger Lewis Hamilton hat Alonso im Moment nicht auf der Rechnung: "Sie haben an manchen Tagen gar keine Fortschritte gemacht und sind daher zurückgefallen", so der 27-Jährige gegenüber spanischen Medien. "Es läuft nicht besonders gut für sie, aber das muss im Moment noch nichts bedeuten." McLaren-Mercedes habe die Ressourcen, um während der Saison wieder zur Spitze aufzuschließen.

Respekt vor Brawn

Bei Brawn rechnet er eher mit einer umgekehrten Entwicklungskurve - bärenstark in den ersten Rennen, dann mit abfallender Tendenz: "Dass sie bei den ersten Tests so schnell sind, ist aber nicht normal", räumt Alonso ein. "Die Wahrheit ist, dass sie ein Auto haben, an dem Honda schon seit 2007 arbeitet. Das kann man am Design erkennen, denn es ist ein im Detail sehr ausgereiftes Auto, das anders aussieht als die anderen."

"Was uns angeht", fährt er fort, "bin ich optimistischer als im Vorjahr. 2008 dachte ich nach den ersten zwei oder drei Rennen, dass ich nur noch ein Tourist in den Städten sein würde, in denen die Rennen stattfinden. Die Wahrheit ist, dass wir gar nicht so weit weg sind. Es fehlen uns derzeit nur ein paar Zehntelsekunden. Das ist besser als vor einem Jahr." Seine Titelchancen beziffert er auf einer Skala von eins bis maximal zehn immerhin mit sieben.

Fotoquelle: xpb.cc

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