Sebastian Vettel hat wegen KERS gewisse Sicherheitsbedenken

Formel 1 2009

— 15.03.2009

Vettel hat wegen KERS Sicherheitsbedenken

Dieses Jahr ist erstmals die Hybridtechnologie KERS zugelassen, doch Sebastian Vettel macht sich Sorgen hinsichtlich der Sicherheit

In der bevorstehenden Saison greift ein völlig neues Reglement. Die vielleicht radikalste Veränderung stellt die Zulassung der Hybridtechnologie KERS dar, die aber noch nicht bei allen Teams auf Rennreife ist. Vor allem die Lithium-Ionen-Batterien bereiten den Technikern Kopfzerbrechen, weil sie ein großes Sicherheitsrisiko darstellen.

Seit einem Zwischenfall bei Testfahrten in Jerez, wo ein Mechaniker von BMW im Vorjahr einen Schlag abbekommen hat, herrscht Verunsicherung: "Kein Mensch weiß, was passiert, wenn du nach einem Überschlag auf dem Kopf liegst und die Batterien beschädigt sind", wird Sebastian Vettel von 'auto motor und sport' zitiert. "Fängt das Zeug dann zu brennen an? Holt sich ein Streckenposten einen Schlag, wenn er das Auto anfasst?"

Die Streckenposten und Mechaniker können zumindest durch Sicherheitshandschuhe geschützt werden, doch was passiert mit den Fahrern, wenn das Chassis unter Spannung steht? Einfachste Lösung: sicherheitshalber mit beiden Beinen gleichzeitig aus dem Cockpit springen, um eine Entladung durch den Körper zu verhindern. Dass Vettel und Co. darüber nicht begeistert sind, versteht sich von selbst.

Schon eher kann sich der junge Deutsche mit dem neuen Reifenreglement anfreunden, weil die leidigen Rillen nach elf Jahren endlich abgeschafft wurden: "Die Slicks sind einfacher zu verstehen als die Rillenreifen", so der Red-Bull-Neuzugang. "Sie geben mehr Seitenstabilität. Man spürt das Auto besser beim Einlenken. In langsamen Kurven ist im Scheitelpunkt viel mehr Grip da. Dafür kannst du dich in schnelle Kurven nicht mehr volle Kanne reinhauen."

Darüber hinaus wurde im Zuge des Einsparungskurses die Maximaldrehzahl der V8-Motoren von 19.000 auf 18.000 Touren reduziert. Auf diese Weise sollen die Teams je Fahrzeug mit acht Aggregaten pro Saison auskommen. Vettel ist aber als echter Racer kein großer Freund dieser Maßnahme: "Da kommst du auf der Geraden nicht vom Fleck", beschwert er sich über die homologierte Motorengeneration.

Fotoquelle: Getty

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