Der TF109 muss mit Erfolgen das Engagement von Toyota festigen

Formel 1 2009

— 16.03.2009

Weitere Budgetkürzungen bei Toyota

Schon im Dezember wurde das Toyota-Budget um 30 Prozent gekürzt, nun müssen aufgrund der Wirtschaftskrise weitere Einsparungen getroffen werden

Viele Jahre lang war Toyota das bestfinanzierte Team der Formel 1 - zu Glanzzeiten wurden 400 Millionen Euro pro Saison ohne Siege zum Fenster hinausgeschaufelt. Doch im Zuge der Weltwirtschaftskrise müssen die Japaner ihren Gürtel deutlich enger schnallen als bisher, wie nun bekannt wurde.

2008 belief sich das Budget des in Köln stationierten Rennstalls auf knapp 350 Millionen Euro, von denen ungefähr 230 der Toyota-Konzern selbst beigesteuert hat. Diese Summe wurde bereits im Dezember um 30 Prozent auf 160 Millionen Euro gekürzt. Dass Toyota nicht gleich komplett den Stecker gezogen hat, ist nur der Vertragsverlängerung mit Hauptsponsor Panasonic zu verdanken. Der Elektronikkonzern lässt pro Jahr fast 40 Millionen Euro springen.

"Unser Formel-1-Budget wurde immer wieder nach unten korrigiert", bestätigte Teamchef Tadashi Yamashina gegenüber 'Reuters'. "Nach der Verlautbarung des Honda-Ausstiegs passierte ein Schnitt und dann innerhalb eines Monats ein weiterer, als die Geschäftsbilanz für das Jahr 2008 bekannt wurde. Ich kann zwar keine konkreten Zahlen nennen, wie stark unser Budget reduziert wurde, aber es sind die größten Einsparungen, die ich bei Toyota je erlebt habe."

Die Gefahr, dass der Konzern die Formel 1 als überflüssige Ausgabe streichen wird, ist noch nicht gebannt. Umso mehr kommt es darauf an, 2009 endlich den ersten Sieg zu feiern: "Siege und gute Ergebnisse sind wichtig", so Yamashina. "Es gibt aber auch andere Faktoren. Es ist ein Business. Solange das Team nicht lebensfähig ist, müssen wir die Kosten weiter senken." Grundsätzlich sei aber geplant, bis Ende 2012 in der Königsklasse zu bleiben.

Fakt ist allerdings, dass Toyota die ersten Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise zu spüren bekommt. So hat Toyota Motor Europe (TME) 2008 um zehn Prozent weniger Fahrzeuge verkauft als 2007, wobei die zum Konzern gehörige Oberklassenmarke Lexus gleich um 16 Prozent eingebrochen ist. In Deutschland lag das Toyota-Minus sogar bei 27 Prozent. Dafür stieg der europaweite Absatz von Hybridautos um 18 Prozent - KERS lässt grüßen.

Fotoquelle: xpb.cc

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