Heute absolviert das Brawn-Team in Jerez den letzten Testtag des Winters

Formel 1 2009

— 17.03.2009

Brawn: Optimismus lässt sich nicht verbergen

Im Brawn-Team ist man bemüht, nach den Wunderzeiten des BGP 001 nicht auszuflippen, doch ganz verbergen lässt sich der Optimismus nicht

Nach Monaten der Ungewissheit hat Ross Brawn für ein symbolisches Pfund das Ex-Honda-Team gerettet, nach sich selbst benannt und einen Motorendeal mit Mercedes organisiert. Niemand hatte die Truppe nach der monatelangen Zitterpartie auf der Rechnung, aber die Wunderzeiten von Barcelona und Jerez versetzten die Konkurrenz in einen kollektiven Schockzustand.

Damit ist Brawn vertraut: "Der Rückzug von Honda im November war für mich auch ein Schock", wird das Ex-Ferrari-Superhirn von der 'Bild'-Zeitung zitiert. Doch er unternahm alles, um Honda nicht einfach sterben zu lassen, denn "ich wusste, dass wir ein starkes Auto haben werden. Deshalb wollte ich das Team retten. Ich hatte auch keine Wahl. Sonst wäre ich Frührentner geworden."

Jetzt ist er der große Gewinner des Winters: Er hat nicht nur sein eigenes Team am Start, sondern auch das möglicherweise beste Auto - und bekommt obendrein weiterhin Millionen von Honda zugeschossen, weil diese Variante den Japanern billiger kommt als Abfindungszahlungen für 700 Mitarbeiter in Brackley. Es gibt also doch noch Märchen in der Formel 1.

Eines der Geheimnisse des BGP 001 von Rubens Barrichello und Jenson Button ist offenbar der Diffusor, der ähnlich wie bei Toyota und Williams das Reglement optimal interpretiert. Brawn, zuversichtlich: "Die anderen Teams werden einige Zeit brauchen, bis sie unsere Idee nachbauen können - wenn sie es überhaupt schaffen."

Auch Fahrer Button hat in den vergangenen Wochen das Lächeln wieder gelernt. Der Brite freut sich nicht nur über das möglicherweise siegfähige Auto, sondern auch über die Stimmung im Team: "Einen großen Konzern im Hintergrund zu haben, ist wegen der Ressourcen fantastisch, aber ein Privatteam ist wie eine große Familie. Ich glaube, das wird uns helfen."

Da kommt nach zwei Jahren des Hinterherfahrens wieder eine ähnliche Freude am Fahren auf wie zuletzt 2006. Damals hatte Button in Ungarn seinen ersten und einzigen Grand Prix für Honda gewonnen. "Wenn ich morgens aufwache, freue ich mich schon darauf, das Auto zu bewegen", so der 29-Jährige. "Das habe ich in meiner Karriere noch nicht oft erlebt."

Fotoquelle: xpb.cc

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