Jean Todt

Formel 1 2009

— 18.03.2009

Jean Todt verlässt Ferrari

Nach fast 16 Jahren wirft Ferrari-Ikone Jean Todt das Handtuch. Der 63-Jährige zieht sich komplett aus der Formel 1 und dem Unternehmen zurück. Mit dem Rücktritt muss nun auch Ferraris Sitz im FIA-Weltrat neu besetzt werden.

(motorsport-total.com) Am 1. Juli 1993 hatte Jean Todt als Chef des damals krisengeschüttelten Ferrari-Teams das Ruder übernommen. Nun, fast 16 Jahre später, gibt er es endgültig aus der Hand: Wie Ferrari am Dienstag (17. März 2009) offiziell mitteilte, scheidet der Franzose wie geplant Ende März aus dem Vorstand und auch aus dem Unternehmen aus. "Jean Todt war in den letzten 15 Jahren eine der Hauptfiguren der Ferrari-Geschichte", dankte ihm Präsident Luca di Montezemolo zum Abschied. "Können und Leidenschaft haben seine Arbeit immer charakterisiert und das Unternehmen und Ferrari-Fans auf der ganzen Welt sind ihm für seine Mühen sehr dankbar. Ich möchte ihm nach einer persönlich wie auch professionell sehr befriedigenden Beziehung alles Gute für die Zukunft wünschen. All die Jahre und Erfolge haben eine Verbindung zwischen Jean Todt und Ferrari entstehen lassen, die ewig währen wird."

Ferraris permanenter Sitz im FIA-Weltrat muss nun neu besetzt werden

Rücktritt: Ferrari-Berater Jean Todt will sich künftig mehr seinem Privatleben mit Schauspielerin Michelle Yeoh (l.) widmen.

Todt hatte das Amt des Teamchefs schon nach der Saison 2006 – parallel zu den Ausstiegen von Michael Schumacher und Ross Brawn – an Stefano Domenicali übergeben. Ferrari blieb er zunächst noch als Generaldirektor des Gesamtunternehmens und als Vorstandsmitglied erhalten. Zum 31. März verwirken auch diese beiden Funktionen. An einer Verlängerung des Vertrags waren beide Seiten nicht interessiert.
Ob sich der 63-Jährige je wieder in der Formel 1 betätigen wird, ist derzeit noch unklar. Aus Todts Umfeld wird jedoch berichtet, dass er seinen Lebensabend am liebsten mit seiner Verlobten, der Hollywood-Schauspielerin Michelle Yeoh, in deren Heimatland Malaysia verbringen möchte.
Nebeneffekt des Todt-Rücktritts: Ferraris permanenter Sitz im FIA-Weltrat muss nun neu besetzt werden.

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