Auch Nick Heidfeld kann noch nichts konkretes über den KERS-Einsatz erzählen

Formel 1 2009

— 18.03.2009

Kurz vor Melbourne: KERS ja oder nein?

Sechs Teams haben sich für den Formel-1-Auftakt in Melbourne schon gegen KERS entschieden - wie ist die Situation im Lager des BMW Sauber F1 Teams?

Es ist anzunehmen, dass keine zwei Wochen vor dem Saisonstart in Melbourne die Köpfe in vielen Formel-1-Teams rauchen. Die Gretchenfrage lautet: KERS ja oder nein? Sechs Teams, Williams, Toyota, Red Bull, Toro Rosso, Force India und Brawn GP haben bereits erklärt, dass sie ohne die neue Energierückgewinnung in Australien antreten werden.

Bei Renault geht die Tendenz offenbar eher Pro-KERS, während Ferrari, McLaren-Mercedes und das BMW Sauber F1 Team noch über ihrer Entscheidung brüten. Die Frage ist zumindest offiziell noch völlig offen. "Ich kann nicht vorgreifen", erklärte etwa Willy Rampf, der Technische Direktor des BMW Sauber F1 Teams gegenüber der 'Motorsport-Aktuell'.

Das Pro und Contra ist auf eine grundsätzliche Frage zu reduzieren: Zusätzliche Leistung oder zusätzliches Gewicht? Letzteres bringt eine gegenüber 2008 ohnehin komplett völlig umgekrempelte Basis-Abstimmung noch mehr durcheinander. Aber ist die Abstimmung ohne KERS wirklich leichter? "Relativ ja", meinte Rampf, und ergänzte: "Wir haben alle Versionen und die ganze Gewichtspalette durchgefahren."

Schwierige Entscheidung

Es geht nicht um das reine Gewicht des KER-Systems, denn "wenn ein KERS 40 Kilogramm wiegt, dann sollte man es nicht einbauen", schmunzelte BMW Motorsportchef Mario Theissen im 'Bayrischen Rundfunk'. Es geht um die Frage der Gewichtsverteilung, denn jedes Kilogramm KERS verhindert den für die jeweilige Strecke ansonsten optimal zu platzierenden Ballast im Auto.

Nick Heidfeld beschrieb das Szenario in der 'Motorsport-Aktuell' wie folgt: "Wegen der Slicks ist das Auto generell übersteuernder als mit Rillenreifen. Da hilft es, Gewicht nach vorne zu packen, um das Auto stabiler zu machen." Ist dies ein mögliches Indiz contra KERS?

Die reine Standfestigkeit sei, so Heidfeld weiter, "kein Problem mehr. Aber wir müssen einfach sicher sein, dass es uns auch wirklich einen Vorteil bringt." Die vielen langen Geraden von Melbourne würden den Einsatz der zusätzlichen KERS-PS andererseits eigentlich begünstigen. So sieht es, zumindest grundsätzlich, auch Heidfeld: "Du hast mehr Power, also bist du auch schneller." Aber das beantwortet die Gretchenfrage auch nicht eindeutig.

Fotoquelle: xpb.cc

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