Eddie Jordan sieht die geplante Budgetobergrenze äußerst sekptisch

Formel 1 2009

— 19.03.2009

Budgetbegrenzung: Jordan ist skeptisch

Ex-Formel-1-Teamchef Eddie Jordan erkennt in der Budgetobergrenze ab 2010 einige Stolpersteine: "Ich habe keine Ahnung, wie sie es umsetzen wolle

Eddie Jordan ist dafür bekannt, dass er niemals ein Blatt vor den Mund nimmt. Als am Dienstag der FIA-Weltrat einige umstrittene Pläne für die Formel 1 der Zukunft verabschiedete, war der irische Ex-Teamchef sofort ein gefragter Mann, wenn es um die Kommentierung der neuen Regeln ging. Das neue Wertungssystem, welches ab sofort den Piloten mit den meisten Saisonsiegen zum Weltmeister macht, kam bei Jordan gut an - die Budgetobergrenze für 2010 weniger.

"Bei allem Respekt für die FIA", so der frühere Teambesitzer im irischen 'Daily Star', "aber ich halte die 33-Millionen-Euro Grenze für extrem drastisch. Wenn man es wirklich schafffen sollte, damit auszukommen, dann wird man sich fragen müssen, warum man das nicht schon seit Jahren so betrieben hat. Aber in unserem Sport wird oft doppelzüngig gesprochen. Die Leute denken daran, wie sie siegen können. Ob es nun mehr oder weniger Geld kostet, spielt meist keine Rolle. Man findet dann eben einen Weg."

"Ich habe nicht die geringste Ahnung, wie diese Budgetobergrenze umgesetzt und kontrolliert werden soll", gab Jordan zu Protokoll. Allerdings gab er zu bedenken, dass ein solcher Plan den kleineren Rennställen tatsächlich helfen könne, wenn er entsprechend umgesetzt würde. Der Grundgedanke sei also gar nicht einmal falsch. "Aber nehmen wir mal Ferrari", sagte der Ire. "Sie haben eine eigene Rennstrecke. Wie will man die Kosten für die Streckenbenutzung denn berechnen? Sie gehört ihnen doch."

Für die Budgetobergrenze wurde eine halbherzige Lösung gefunden. Wer sich an den Rahmen von rund 33 Millionen Euro hält, bekommt technische Freiheiten. Wer mehr ausgibt, darf manche Bauteile nicht verwenden. "Ferrari kann sich das von vornherein abschminken, solange sie Kimi Räikkönen so dermaßen viel Geld zahlen. Ich weiß wirklich nicht, wie das funktionieren soll", so Jordan. Angeblich überweist Ferrari pro Jahr geschätzte 30 Millionen Euro allein an die beiden Einsatzpiloten Räikkönen und Felipe Massa.

Fotoquelle: xpb.cc

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