Haben keineswegs nur Gemeinsamkeiten: Ron Dennis und Bernie Ecclestone

Formel 1 2009

— 24.03.2009

McLaren-Einheitsbrei: Ecclestone kritisiert Dennis

Lewis Hamilton könnte wohl noch viel populärer sein, doch Bernie Ecclestone findet, dass Ron Dennis mit seinem Einheitswahn dem im Weg steht

Es ist kein Geheimnis, dass der Chef der McLaren-Gruppe, Ron Dennis, diplomatisch formuliert ein Faible für Sauberkeit, Ordnung und Uniformität hat. Genau daran liegt es nach Meinung von Bernie Ecclestone, dass McLaren-Mitarbeiter oft farblos rüberkommen - und dass Lewis Hamilton trotz seiner Erfolge in Großbritannien nicht zum Sportler des Jahres 2008 gewählt wurde.

"Ron hat es geschafft, sein Team als Marke zu führen, was wirklich gut ist", argumentiert der Formel-1-Promoter, fügt aber gleichzeitig an, dass "keine Kumpeltypen" zu diesem Image passen: "Wenn man alle Mechaniker in Jeans und T-Shirt nebeneinander stellt, dann erkenne ich die McLaren-Jungs. Die sehen einfach anders aus, nicht wahr? Sie sehen wie McLaren-Menschen aus. Ron mag keine Individuen züchten, keine Mitarbeiter, die herausragen. Er will alles gleich halten."

"Das hilft eben nicht wirklich, um Persönlichkeiten entstehen zu lassen", so Ecclestone, der betont: "Bei Ferrari können die Leute tun und lassen, was sie wollen." Hamilton halte sich eben wegen dieser McLaren-Mentalität manchmal zurück, obwohl er eigentlich gerne seine Meinung sagen würde, vermutet der 78-Jährige. Würde er menschlicher rüberkommen, dann wären Hamiltons Sympathiewerte wahrscheinlich noch viel höher.

Aber Ecclestone lobt: "Er ist außergewöhnlich talentiert. Ich sehe keinen Grund, warum er nicht ein Fahrer vom Schlage eines Senna werden sollte." Und: "Die Leute sagen, er wird eines Tages zu Ferrari wechseln, aber das muss nicht unbedingt sein. Es hängt davon ab, wer noch dafür in Frage kommt. Warum sollte nicht der junge Vettel bei Ferrari landen? Außerdem steht Lewis noch für vier Jahre bei McLaren unter Vertrag."

Bei aller Kritik an Dennis schlägt Ecclestone seinen Landsmann übrigens versöhnlich für den Ritterschlag vor: "Ron hat unglaublich viel für England getan. Er lebt hier, zahlt hier Steuern. Warum also nicht? Bei mir ist das etwas anderes. Alles, was ich getan habe, habe ich für mich selbst oder für die Firma getan, die ich leite. Ich habe nie etwas getan, weil ich dachte, ich könnte damit jemandem Gutes tun..."

Fotoquelle: xpb.cc

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