Red Bull probierte bei den Testfahrten eine riesige "Haifischflosse" aus

Formel 1 2009

— 25.03.2009

Red Bull: Webber und Vettel zuversichtlich

Die beiden Red-Bull-Piloten Mark Webber und Sebastian Vettel sehen sich für den Saisonstart gut gerüstet: Nur knapp hinter Ferrari?

Red-Bull-Designer Adrian Newey hat mit dem neuen RB5 ein für ihn typisches Auto geschaffen. Schlanke Formen, aerodynamisch ausgefeilt und kein Gramm zuviel. Der neue Bolide für Mark Webber und Sebastian Vettel war bei den allerersten Tests genauso schnell wie er aussieht, doch nach Zuverlässigkeitsproblemen verblasste die anfängliche Euphorie etwas. "Unser Auto lief bei den Tests gut"; berichtete Webber in seiner Kolumne bei der britischen 'BBC'.

"Wir haben seit Barcelona noch weiter an der Performance gearbeitet. Das wird uns in Melbourne helfen", erklärte der Red-Bull-Pilot, der in Australien sein Heimrennen bestreitet. "Wir sind ab und zu auf der Strecke ausgerollt, aber das ging allen Teams so", spielte Webber die technischen Probleme herunter. "Wir hoffen mal, dass wir keine bösen Überraschungen erleben werden." Der 32-Jährige hält die Zuverlässigkeit gerade zu Saisonbeginn für einen wichtigen Schlüssel zu Erfolgen.

"Wir konnten in Jerez und Barcelona tolle Runden drehen, doch es zählt erstmal auf anderen Strecken. Wir müssen mal schauen, wie die Autos dort funktionieren, mit den neuen Slicks bei anderen Außentemperaturen. Der neue verstellbare Frontflügel wird aus meiner Sicht keinen großen Unterschied machen. KERS schon eher, denn damit kann man sicher besser überholen." Red Bull wird KERS zu Saisonbeginn allerdings noch nicht einsetzen, obwohl Lieferant Renault die neue Technik im Auto haben wird.

Trotz des Fahrradunfalls im Dezember fühlt sich Webber fit für den ersten Rennauftritt. An Motivation mangelt es ohnehin nicht: "Ich komme zwar nicht direkt aus Melbourne, aber ich bin ein stolzer Australier und die Stadt ist eine der besten in der ganzen Welt. Das gesamte Land hat den Grand Prix zu einem internationalen Event gemacht. Es ist einer der besten im Rennkalender." Seine Chancen beim Heimrennen? "Kann man nicht sagen. Es liegen alle sehr eng beieinander. Nur Brawn scheint vorneweg fahren zu können. Kein Wunder, nach der langen Entwicklungszeit."

Auch Vettel sieht in Brawn derzeit den großen Favoriten. "Ob wir und ich gut vorbereitet sind, sehen wir dann in Australien", sagte der Heppenheimer im Interview mit der 'Sport Bild'. "Die Basis hat gestimmt, das war das Wichtigste. Wir hatten keine größeren Probleme mit der Zuverlässigkeit. Und ich glaube, es ist uns auch sehr gut gelungen, die ganzen Kinderkrankheiten auszumerzen."

"Was mich überrascht, ist die Leistungsdichte", so Vettel weiter. "Ferrari, BMW, Toyota, Williams, Renault und wir sind sehr, sehr nah beieinander. Uns trennen vielleicht zwei, drei Zehntelsekunden pro Runde. Ich denke, dass sich das über die Saison strecken wird. Im Moment kann man aber nicht sagen, dass irgendjemand ein schlechtes Auto gebaut hat. Australien wird da nicht wirklich aussagekräftig. Um zu sehen, wer wo steht, müssen wir die ersten drei, vier Rennen abwarten. "

Fotoquelle: xpb.cc

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