Die Toro-Rosso-Fahrer bereiteten sich beim Tennis auf das Wochenende vor

Formel 1 2009

— 26.03.2009

Toro Rosso: Premiere für Buemi

Die "Super-Sebs" sind wieder da, aber in veränderter Aufstellung: Statt Sebastian Vettel tritt 2009 Sébastien Buemi für Toro Rosso an

Viel hat sich bei Toro Rosso über den Winter nicht geändert, aber das, was passiert ist, das ist entscheidend: Gerhard Berger hat seine Anteile verkauft, Sebastian Vettel wurde Red-Bull-intern vom B- ins A-Team befördert. Damit sind die zwei Hauptpersonen hinter dem Sensationssieg von Monza nicht mehr mit von der Partie.

Die Lücke, die Vettel hinterlassen hat, soll der junge Schweizer Sébastien Buemi füllen. Buemi kommt von Christian Horners GP2-Team Arden in die Formel 1 und sorgt schon seit Wochen für großes Formel-1-Interesse in seiner eidgenössischen Heimat. Bei Toro Rosso wurde heute schon gewitzelt, ob man angesichts der vielen Schweizer bei der Journalistenrunde Fondue servieren und Jodelmusik im Motorhome anbieten sollte...

Aufregung wird langsam stärker

Buemi, gerade mal 20 Jahre jung, behauptet, "überhaupt nicht" nervös zu sein: "Ich konzentriere mich voll und ganz auf meinen Job, auch wenn ich zugeben muss, dass ich abends, wenn es ruhig ist, schon sehr oft an das erste Rennen denke. Dann versuche ich zu entspannen und mache mit meinem Trainer Raniero, mit dem ich Italienisch spreche, Witze." Denn: Buemi ist zwar Schweizer, der deutschen Sprache aber nur sehr bedingt mächtig...

"Ich bin am Montag hier angekommen. Seither ist mir klar, dass ich am Sonntag einen Grand Prix fahren werde", sagt der Formel-1-Rookie aufgeregt. "Mit dem neuen Auto haben wir leider nicht viel getestet, aber es scheint ein guter Wurf zu sein. Für mich selbst ist ein Rennwochenende nach all den Simulationen mit dem alten Auto kein Problem. Angefangen beim Qualifying über Boxenstopps bis hin zum Rennen selbst haben wir alles geübt. Trotzdem ist ein echtes Rennen natürlich etwas anderes."

Heute Morgen musste Buemi noch den FIA-Test bestehen, ob er rechtzeitig aus eigener Kraft aus dem Cockpit klettern kann: "Damit ist alles erledigt", meint er augenzwinkernd. "Jetzt fühle ich mich wirklich bereit für mein erstes Freies Training, auch wenn bereit ein großes Wort ist. Aber ich bin guter Dinge." Gutes Omen: Im Winter erzielte er gleich fünf Testbestzeiten, wenn auch allesamt im überlegenen 2008er-Modell nach altem Reglement.

Wichtige Saison für Bourdais

Für Teamkollege Sébastien Bourdais bricht indes eine wichtige zweite Saison an, denn der Franzose fährt nicht nur um sportliche Erfolge, sondern vor allem um seine Zukunft in der Formel 1. Sollte sein Vertrag am Jahresende nicht mehr verlängert werden, wäre das wohl das Ende seines Grand-Prix-Abenteuers. Mit dem neuen Red-Bull-Chassis scheint er besser zurechtzukommen als im vergangenen Sommer - und an sein Debüt in Melbourne 2008 hat er gute Erinnerungen.

"Das Auto fühlt sich gut an, aber die Frage lautet: Ist es gut genug?", fragt sich Bourdais einen Tag vor dem ersten Training. Aus den Worten des Toro-Rosso-Piloten schwingt leichte Enttäuschung mit: "Das Auto untersteuert immer noch in schnellen Kurven und in langsamen Ecken haben wir Übersteuern - zurzeit jedenfalls. Insgesamt muss ich nach den Tests aber sagen, dass der STR4 nicht so schwierig zu fahren ist wie der Vorgänger."

Fotoquelle: xpb.cc

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