Auch bei Kimi Räikkönen lief es nicht ideal, aber dennoch nach Plan

Formel 1 2009

— 27.03.2009

Ferrari unter neuen Gegnern

Felipe Massa und Kimi Räikkönen hielten Kontakt zur Spitze, verrannten sich dann aber im Setupdschungel (Räikkönen) oder warfen guten Runden weg (Massa)

Überrascht wurde man bei Ferrari von ersten beiden offiziellen Trainings der Saison nicht. Man war in etwa dort, wo man es erwartet hatte. Blickte man sich aber um, war man von Gegnern umgeben, mit denen man bisher doch eher selten zu tun hatte - zumindest in der jüngeren Vergangenheit. Von den absoluten Spitzenplätzen hielten sich aber auch Felipe Massa (7. und 10.) und Kimi Räikkönen (3. und 11.) fern.

"Mit dem Setup sind wir mehr oder weniger zufrieden", so Massa, "auch wenn es noch Raum für Verbesserungen gibt. Ich konnte auf den weichen Reifen im zweiten Training keine Zeit markieren, weil ich aufgrund von Übersteuern einen Fehler machte. Die Balance war einfach anders als auf den harten Reifen." Das Resultat war ein wild ausbrechendes Auto, das der Brasilianer gerade so noch abfangen konnte. Später waren dann keine Verbesserungen mehr möglich, da der Wind auffrischte.

Auch bei Räikkönen lief es am frühen Abend nicht ideal. "Am Morgen war das Auto gut, am Nachmittag fanden wir kein zufriedenstellendes Setup, obschon wir einige Varianten probierten", so der Finne. "Wir haben aber alle Chancen, unsere Leistung zu verbessern. Ich kann aber nicht sagen, um wie viel gegenüber den anderen. Das ist alles schwierig zu beurteilen, wie werden das erst nach dem Qualifying morgen wissen."

Auch Teamchef Stefano Domenicali gab sich zurückhaltend optimistisch. "Nach drei Stunden Training sollten wir keine voreiligen Schlüsse ziehen, aber die ersten Anzeichen sprechen für das, was wir schon bei den Wintertests gesehen haben", erklärte er sein erstes Bild. "Die Hackordnung der vergangenen Jahre wurde aber etwas umgekrempelt, nun haben wir andere und zahlreichere Gegner."

"Wir legten viele Kilometer zurück und konnten das geplante Programm durchziehen. Nun steht die Auswertung der Daten an", fuhr er fort. "Die wichtigsten Daten betreffen die Reifen. Das Einteilen der Reifen scheint in diesem Jahr besonders schwierig zu sein: Der weiche Reifen lässt über die Distanz gehörig nach, der harte Reifen bietet nicht genug Grip. Wir wussten aber, dass das so kommen würde. Daher müssen wir uns auf dieses Problem konzentrieren und die Gesamtleistung des F60 verbessern."

"Der erste Freitag einer Saison bringt immer Überraschungen mit sich", so Chefstratege Luca Baldisserri. "In diesem Jahr trifft das umso mehr zu. Wir fuhren heute viel und hatten keine technischen Probleme. Die Zuverlässigkeit wird ein bestimmender Faktor der Meisterschaft werden, es wird wichtig sein, immer Punkte zu holen. Wir konnten in den drei Stunden Training sehen, dass unsere Leistung auf Longruns konstant ist, aber für das Qualifying müssen wir uns über eine Runde noch steigern."

Fotoquelle: xpb.cc

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