Nico Rosberg stellt in "Down Under" die Formel 1 auf den Kopf: Wieder Bestzeit!

Formel 1 2009

— 28.03.2009

Drittes Freies Training: Wieder Rosberg!

Im dritten Training in Melbourne erzielte Nico Rosberg seine dritte Bestzeit - "Diffusorteams" wieder tonangebend - Probleme bei Räikkönen und Vettel

Im letzten Freien Training vor dem ersten Qualifying der Saison 2009 im Albert Park von Melbourne erhärtete sich bei strahlendem Sonnenschein der gestern entstandene Eindruck, dass das Kräfteverhältnis in der Formel 1 Kopf steht - und es gab wieder ein aus deutscher Sicht hocherfreuliches Ergebnis: Nico Rosberg erzielte in der dritten Session des Wochenendes seine dritte Bestzeit!

Der Williams-Toyota-Pilot (21 Runden) fuhr konstant vorne mit, lag aber nie ganz an der Spitze, ehe es in den letzten Minuten zum spannenden Showdown kam, in dem fast alle mit weichen Reifen und Qualifyingtrimm für heute Abend übten. Rosberg schraubte die Messlatte dieses Wochenendes auf 1:25.808 Minuten herunter und nahm damit Jarno Trulli (Toyota/19 Runden) noch um drei Tausendstelsekunden den ersten Platz weg.

Tonangebend waren erneut nicht die Etablierten der vergangenen Jahre, sondern die nicht ganz unumstrittenen "Diffusorteams" Williams-Toyota, Toyota und Brawn-Mercedes. Die Phalanx dieser drei Überraschungscrews konnte wieder nur von zwei Gegner durchbrochen werden: Felipe Massa (Ferrari/+ 0,212/17 Runden) wurde Vierter, Lokalmatador Mark Webber (Red-Bull-Renault/+ 0,547/16 Runden) Siebenter.

Hydraulikschaden bei Räikkönen

Das Weltmeisterteam Ferrari deutete mit Massa also erstmals an, dass man sehr wohl einigermaßen vorne mithalten kann, aber rund lief es bei den Roten wieder nicht: Kimi Räikkönen (20./+ 2,993), Melbourne-Sieger von 2007, musste seinen F60 nach fünf Runden oder 21 Minuten abstellen. Weil er nicht runterschalten konnte, schob das Auto geradeaus über die Wiese, ehe es langsamer wurde und Vortrieb verlor. Diagnose: Hydraulikschaden.

Noch düsterer fallen die Qualifyingprognosen für McLaren-Mercedes aus, denn Heikki Kovalainen (11./+ 0,844/13 Runden) und Lewis Hamilton (12./+ 0,906/18 Runden) verpassten wieder den Top 10. Wie nach dem schlechten Winter erwartet fehlt es den Silberpfeilen einfach an Speed - selbst mit weichen Slicks im Finish konnte Titelverteidiger Hamilton nicht entscheidend zulegen. Ein Finaleinzug im Qualifying wäre damit wohl schon das Höchste der Gefühle.

An der Spitze gingen die Plätze drei bis sechs indes an Jenson Button (Brawn-Mercedes/+ 0,173/20 Runden), Massa, Kazuki Nakajima (Williams-Toyota/+ 0,270/18 Runden) und Rubens Barrichello (Brawn-Mercedes/19 Runden). Letzterer fiel mit 0,540 Sekunden Rückstand leicht ab, ebenso wie Timo Glock (8./Toyota/+ 0,602/25 Runden), der jedoch zwischenzeitlich sogar in Führung lag. Sorgen muss man sich um die beiden also nicht machen.

Wieder Probleme für Vettel

Übrigens auch nicht um Sebastian Vettel: Der Red-Bull-Renault-Neuzugang räuberte zwar eine Viertelstunde vor Schluss in der ersten Kurve so heftig durch das Kiesbett, dass eine Radnabe kaputt ging und er den Rest der Session auslassen musste, doch bis dahin stimmte der Speed. Nach zwölf Runden wurde Vettel mit 1,201 Sekunden Rückstand als 13. gewertet, knapp vor Landsmann Adrian Sutil (Force-India-Ferrari/+ 1,254/12 Runden).

Unbehagen macht sich indes bei Renault breit, wo man nach wie vor auf einen Befreiungsschlag warten muss. Fernando Alonso (18 Runden) wurde heute Mittag mit 1,549 Sekunden Rückstand 17., Teamkollege Nelson Piquet (1,931/22 Runden) gar nur 19. - und wegen des Räikkönen-Defekts de facto Letzter. Da war selbst der eidgenössische Rookie Sébastien Buemi (16./Toro-Rosso-Ferrari/+ 1,384/17 Runden) ohne KERS schneller.

Das BMW Sauber F1 Team ließ die Hosen am Ende der Session zumindest mal ansatzweise runter und schaffte mit Robert Kubica (9./+ 0,706/18 Runden) und Nick Heidfeld (10./+ 0,747/19 Runden) immerhin den Sprung in die Top 10, aber siegverdächtig wirkt der F1.09 bisher noch nicht. Ob es den etablierten Teams der vergangenen Jahre gelingen wird, das Blatt vor dem Qualifying noch zu wenden, darf zumindest ernsthaft hinterfragt werden...

Fotoquelle: xpb.cc

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