Gute Leistung: Timo Glock stellte im Duell mit seinem Teamkollegen auf 1:0

Formel 1 2009

— 28.03.2009

Glock trauert dem dritten Startplatz nach

"Das geht schon in Ordnung", sagt Manager Hans-Bernd Kamps über den sechsten Startplatz, aber Timo Glock trauert der zweiten Reihe nach

Erst einmal in seiner Karriere - in Ungarn 2008 als Fünfter - hatte Timo Glock eine bessere Ausgangsposition als vor dem morgigen Grand Prix von Australien, den er als Sechster in Angriff nehmen wird. Und doch ist der Deutsche nicht ganz zufrieden, denn nach dem starken Testwinter hatte er sich mehr erwartet.

Dabei war sein Toyota TF109 heute "besser als im Training", beschrieb Glock nach dem Top-10-Finale: "Gestern Nachmittag war das Auto total instabil, ganz anders als bei den Tests. Aber das Team hat über Nacht einen fantastischen Job gemacht." Die Mechaniker und Renningenieur Francesco Nenci legten eine Nachtschicht bis 5:30 Uhr morgens ein, um den Problemen auf den Grund zu gehen.

Setup noch nicht optimal

Offenbar mit Erfolg: "Wir hatten alles: Übersteuern, Untersteuern, keine Bremsstabilität, keine Traktion. Inzwischen ist es halbwegs neutral, aber auf der Bremse ist das Auto immer noch nervös", lobte Glock seine arbeitseifrige Crew. "Das Setup fühlt sich jetzt wieder fast so gut an wie bei den Tests, aber noch nicht ganz. Den Grund dafür wissen wir im Moment nicht. Vielleicht liegt es an der Strecke."

Auf den dritten Platz hinter der Brawn-Übermacht fehlten nur 145 Tausendstelsekunden. Die muss er bei sich selbst suchen: "Mit mehr Benzin an Bord habe ich in Q3 in Kurve neun einen Fehler gemacht. Das hat zweieinhalb Zehntel gekostet - und einen Startplatz unter den besten Drei. Das ist enttäuschend, aber das Team hat einen guten Job gemacht", meinte der 27-Jährige und fügte an: "Ich hoffe, ich kann das Ding noch drehen."

Manager Hans-Bernd Kamps findet, dass die Leistung seines Schützlings "schon in Ordnung" geht: "Timo hatte im letzten Versuch einen kleinen Fehler drin. Sowohl Auto als auch der Fahrer wären eigentlich für den dritten Platz gut gewesen. Aber wir wissen, dass der Toyota auf die Distanz sehr gut geht. Außerdem ist Timo ein echter Racer. Das Podest sollte wohl möglich sein", meldete er telefonisch in die 'Motorsport-Total.com'-Redaktion.

Weiche Reifen bauen schnell ab

Glock selbst schätzt indes "Strategie und Reifen" als Hauptthema ein: "Von der zweiten bis zur neunten Runde haben wir mit dem weichen Reifen drei bis vier Sekunden verloren. Die Reifenwahl ist daher besonders wichtig", sagte er über die Bridgestone-Slicks. Man darf daher davon ausgehen, dass die Mehrheit des Feldes zwei Stints auf den härteren und nur einen Stint auf der weicheren Reifenmischung fahren wird.

"Ich stehe mittendrin im Getümmel. Mal schauen, wer versuchen wird, wem den Frontflügel abzufahren! Das wird ein heikles Thema", grinste Glock und fügte in Bezug auf seine Chancen im morgigen Grand Prix an: "Es geht wirklich eng zu, nur Brawn ist wirklich stark. Es wird ein interessantes Rennen." Seine Prognose fiel dann doch etwas zurückhaltender aus als die von Kamps: "Es ist eine gute Ausgangsposition für die Punkte."

Fotoquelle: xpb.cc

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