Im Moment ist sein Renault R29 noch kein Siegerauto: Fernando Alonso

Formel 1 2009

— 29.03.2009

Alonso schreibt den WM-Titel noch nicht ab

Zwar rechnet Fernando Alonso damit, dass Brawn die ersten vier oder fünf Rennen dominieren wird, den WM-Titel schreibt er aber noch nicht ab

Wenn man in der Vergangenheit im ersten Qualifying des Jahres Zwölfter wurde, konnte man eigentlich schon wieder zusammenpacken und nach Hause fahren, denn ein solcher Rückstand ließ sich im Saisonverlauf nur selten aufholen. Doch die Formel 1 hat sich verändert und das Kräfteverhältnis verschiebt sich wegen der enormen Entwicklungsrate längst auch während der Saison.

Fernando Alonso weiß dies aus eigener Erfahrung, denn sein Renault hinkte der Konkurrenz Anfang 2008 gnadenlos hinterher, aber im Saisonfinish sammelte kein anderes Team mehr Punkte - von den zwei Siegen in Singapur und Fuji ganz zu schweigen. Der Ex-Champion glaubt, dass seine Ausgangslage sogar etwas besser ist als vor zwölf Monaten und weigert sich daher dagegen, den WM-Titel vorzeitig abzuschreiben.

"Es ist ein gutes Auto, es hat Potenzial", sagt er über seinen R29. "Ich bin optimistisch, denn im Vorjahr war ich im Qualifying auch Zwölfter, aber das Auto war unfahrbar und wir sahen keinen Verbesserungsspielraum, kein Licht am Ende des Tunnels. Jetzt bin ich wieder Zwölfter, okay, aber das Auto fährt sich nicht so schlecht. Außerdem kommen schon gute Daten aus dem neuen Windkanal. In den nächsten zwei, drei Grands Prix werden wir viele neue Teile erhalten."

Das Ziel müsse sein, bis zum Europaauftakt so viele Punkte wie möglich zu sammeln, um dann einen Schritt nach vorne zu machen und die Topteams herauszufordern. Denn so groß ist der Rückstand seiner Meinung nach nicht: "Ich habe auf meiner schnellsten Runde einen Fehler gemacht, sonst wäre ich Fünfter geworden. Auf Platz drei haben mir gerade mal ein paar Zehntel gefehlt. Das schnell wettzumachen, ist sicher nicht unmöglich."

Lediglich Brawn bewege sich in einer eigenen Liga: "Die müssen ja nicht mal voll fahren", verneigt sich Alonso vor dem Duo in der ersten Startreihe. "Im Rennen werden sie nach ein paar Runden Tempo rausnehmen, sonst überrunden sie alle. Ich glaube, dass sie im Rennen sogar noch stärker sein werden als im Qualifying, denn wenn die Reifen angefahren sind, ist der mechanische Grip, den sie durch ihren Diffusor erzeugen, noch entscheidender."

Doch weil Brawn Stellen abbauen muss, kann sich der Renault-Pilot vorstellen, dass das Team im Vergleich zu den großen Herstellermannschaften zurückfallen wird: "Es ist eine lange Weltmeisterschaft. Im Vorjahr haben auch ein paar Teams stark begonnen, aber nach drei oder vier Rennen waren sie weg vom Fenster", so Alonso. "Aber es stimmt schon: Brawn wird die ersten vier oder fünf Rennen praktisch außer Konkurrenz fahren."

Fotoquelle: xpb.cc

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