Helmut Marko ist bei Red Bull so etwas wie die "graue Eminenz" im Hintergrund

Formel 1 2009

— 29.03.2009

Marko sieht sich durch Buemis Leistung bestätigt

Der Juniorenkader von Helmut Marko hat wieder ein Formel-1-Talent hervorgebracht: Sébastien Buemi - Sanfte Kritik an Sebastian Vettel

Im kollektiven Jubel um das sensationelle Brawn-Team wäre heute beinahe untergegangen, dass Sébastien Buemi im Toro-Rosso-Ferrari ein tadelloses Grand-Prix-Debüt hingelegt hat: Der Schweizer hatte seinen Stallgefährten Sébastien Bourdais ab dem Qualifying sicher im Griff und wurde für seine starke Leistung mit zwei WM-Punkten belohnt.

Bereits in Q1 am Samstag hatte Buemi dem erfahreneren Mann im Team eine Packung von einer halben Sekunde aufgedrückt, heute in der Wertung der schnellsten Rennrunden noch einmal. Dass er noch nicht das Material hat, um Rennen zu gewinnen, ist klar, aber das Potenzial scheint vorhanden zu sein: "Ich musste sehr hart kämpfen, um ihn ins Auto zu bekommen, aber jetzt wissen alle Experten, dass das die richtige Entscheidung war", strahlte Helmut Marko im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'.

Buemi hatte 2008 nur den sechsten Gesamtrang in der GP2-Serie belegt und wurde deshalb im Gegensatz zu seinem Vorgänger Sebastian Vettel nicht schon von einem Hype begleitet, noch bevor er seinen ersten Formel-1-Kilometer zurückgelegt hatte. Aber spätestens bei den Wintertestfahrten rechtfertigte er die Entscheidung von Red Bull gegen Takuma Sato. Dietrich Mateschitz darf sich nun darüber freuen, ein weiteres Jungtalent in die Königsklasse gebracht zu haben.

Marko freut das natürlich ganz besonders: "Er hat das ganze Wochenende keinen Fehler gemacht, obwohl er im Rennen unter großem Druck stand, als er Rosberg hinter sich hatte. Ich bin wirklich zufrieden, denn er ist der jüngste Fahrer im Feld und er ist ein weiterer Fahrer aus unserem Juniorenprogramm." Für Red Bulls Aktivitäten im Nachwuchsbereich ist dies wichtig, da die Projekte Christian Klien, Vitantonio Liuzzi und Scott Speed gemeinhin als gescheitert betrachtet werden.

Zur Kollision zwischen Vettel und Robert Kubica sagte Marko: "Es war von beiden eine dumme Aktion, denn Vettels Reifen waren hinüber und Kubica muss das gesehen haben - er hat ja pro Runde eineinhalb Sekunden aufgeholt. Da wäre er beim nächsten Herausbeschleunigen aus einer Kurve ganz locker vorbeigezogen. Dann wäre Vettel sicherer Dritter geworden. Kubica hätte nicht attackieren sollen und Vettel hätte nicht versuchen sollen, ihn hinter sich zu halten."

Er werde sich Vettel nun "natürlich" zur Brust nehmen, unterstrich der Red-Bull-Berater, der früher selbst Formel-1-Rennen gefahren ist, "aber er weiß ohnehin selbst, was er falsch gemacht hat". Außerdem rechnet Marko dem Neuling im A-Team von Red Bull hoch an, dass sich Vettel sofort per Funk beim Team entschuldigt hat: "Ich finde das gut an ihm, dass er nicht nach Ausreden sucht, wenn er etwas falsch macht."

Fotoquelle: xpb.cc

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