Hatte vor allem beim Boxenstopp große Probleme: Giancarlo Fisichella

Formel 1 2009

— 30.03.2009

Force India: Suche nach Punkten und Abtrieb

Bei Force India entdecken beide Piloten im neuen Auto das Potenzial für Punkteplatzierungen, aber: Mehr Abtrieb muss her

Adrian Sutil fehlten am Ende nur 0,037 Sekunden zum achten Platz beim Saisondebüt in Melbourne - so weist es zumindest das offizielle Rennergebnis aus. Doch was die Statistik nicht verrät: Eigentlich war der Force-India-Pilot deutlich weiter weg, denn das Rennen wurde hinter dem Safety-Car beendet, die Abstände waren daher logischerweise minimal. Außerdem profitierte Sutil als Neunter von vielen Ausfällen und einer nachträglichen Strafe für Jarno Trulli.

"Es war insgesamt aber ein gutes Rennen", fasste der Gräfelfinger zusammen. "Der Start war etwas kompliziert. Mark Webber stand mir im Weg und ich konnte nirgends hin. Ich habe mir dabei den Frontflügel beschädigt und musste an die Box. Nach der ersten Safety-Car-Phase lief alles nach unseren Wünschen. Es war richtig, dass wir den weichen Reifen für einen kurzen mittleren Stint verwendeten. Ich konnte an einigen Leuten vorbeiziehen."

"Auch später mit den härteren Pneus war ich schnell unterwegs", sagte Sutil weiter. "Ich habe das Maximum herausgeholt. Die kühleren Temperaturen am Ende waren kein Problem, denn der Griplevel war nach wie vor gut. Ich holte zum Schluss auf die beiden Toro Rossos auf, die mit weichen Reifen langsamer wurden. Schade, dass das Safety-Car dann für die letzten vier Runden herauskam. Ich hätte vielleicht noch einen Gegner überholen können."

Dass der Deutsche im Force-India-Mercedes überhaupt in die Nähe der Punkteplatzierungen kam, sei ein Erfolg des Teams gewesen: "Wir hatten eine tolle Strategie. Dadurch konnten wir so weit nach vorn kommen." Doch dem Lob schloss sich auch Kritik an: "Wir haben Probleme mit dem Abtrieb. Die grundsätzliche Balance des Autos ist okay, aber wir brauchen insgesamt mehr Grip. Den sollten wir schnellstens finden."

Respektvoll blickte Sutil auf den Doppelerfolg der beiden - ebenfalls mit Mercedes-Motoren ausgestatteten - Brawn-Boliden. "Es freut mich für sie. Es ist doch toll, wenn mal ein Privatteam ganz vorne sein kann. Sie machen einen unglaublich guten Job und der Wagen ist unfassbar schnell. Ich möchte ihnen gratulieren. Insgesamt war es ein spekatkuläres Rennwochende." Dieser Meinung schloss sich auch Teamkollege Giancarlo Fisichella an.

Der Italiener hatte jedoch unfreiwillig zu Show beigetragen, als er beim Boxenstopp an seiner Mannschaft vorbeirutschte. "Da habe ich wirklich einen deftigen Fehler gemacht", gab der erfahrene Pilot zu. "Ich habe meinen Platz verpasst. Das hat mich sicherlich 15 bis 20 Sekunden gekostet. Sonst wären bestimmt Punkte drin gewesen. Ansonsten haben wir aber ein gutes Potenzial. Wir müssen trotzdem noch an der Performance arbeiten. Mechanisch ist der Wagen gut, aber mit etwas mehr Abtrieb könnten wir einen guten Schritt machen."

Beim Team ist man sich der Aufgabe bewusst. Downforce muss her - und zwar schnell. "Die Formel 1 ist eine große Show", fasste Teammanager Andy Stevenson zusammen. "Die neuen Regeln sorgen für bessere Rennaction, es gab viele Überholmanöver. Die großen Sorgen über fliegende Frontflügel in der ersten Kurve haben sich nicht einmal annähernd bewahrheitet. Die Overtakting Group hat einen tollen Job gemacht. Australien bot einen spektakulären Auftakt. Hoffentlich werden die folgenden Rennen ähnlich gut."

Fotoquelle: xpb.cc

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