Nico Rosberg schielt klammheimlich auf das Podest in Sepang

Formel 1 2009

— 31.03.2009

Williams: In Sepang reiche Ernte einfahren

Die Williams-Piloten Nico Rosberg und Kazuki Nakajima wollen den guten Speed des FW31 in Malaysia in viele Punkte ummünzen

Bei Williams bleibt man trotz der guten Performance zum Auftakt in Melbourne vor dem zweiten Saisonrennen vorsichtig. Im vergangenen Jahr hatte man ebenfalls im Albert Park geglänzt und war dann schon in Sepang in der Versenkung verschwunden. Man ist also vorgewarnt. "Ich hätte in Melbourne gern noch mehr erreicht, aber solide drei Punkte sind ein guter Start. Wir konnten sofort ganz vorne mithalten. Das gibt uns Mut für die restliche Saison", sagte Nico Rosberg vor dem Rennen in Malaysia.

"Ich mag die Strecke in Sepang", so der gebürtige Wiesbadener weiter. "Der Kurs ist schnell und flüssig und hat tolle Kurvenvarianten, was es sehr aufregend macht." Aber Rosberg erwartet nicht nur Aufregung sondern auch Anstrengung. "Das Klima macht es hart für Mensch und Maschine. Die Hitze und die hohe Luftfeuchtigkeit machen es sehr anstrengend. Auf dieser Strecke zahlt sich das Training aus dem Winter wirklich gut aus."

Rosberg mag das Zwielicht nicht

"Ich mag das Land ohnehin sehr gern", sagte Rosberg und fügte hinzu: "Die Menschen sind sehr warmherzig und wie fast überall in Asien, mag ich dort das Essen sehr gern. Ich fahre jedes Jahr gern wieder dorthin." Ähnlich wie schon in Melbourne werden die Bedingungen auch in Malaysia 2009 anders sein als im Vorjahr. Auch in Sepang wird der Grand Prix neuerlich erst um 17 Uhr Ortszeit gestartet. "In Melbourne war das ein Problem", sagte der Williams-Hoffnungsträger, "weil die Sicht zum Rennende immer schlechter wurde."

"Aus meiner Sicht wurde esimmer riskanter, denn die Wahrscheinlichkeit für Fehler nahm stetig zu. Ich fände es besser, wenn man wieder zur ursprünglichen Startzeit zurückkehren würde, oder gleich ein wirkliches Nachtrennen daraus macht. Das würde die Situation deutlich verbessern", beschrieb Rosberg. Ein weiteres Problem bahnt sich durch die Startzeitverschiebung an: Gegen 17 Uhr setzen zu dieser Jahreszeit oft heftige Regenschauer in Malaysia ein.

"Es war wirklich schwierig in Australien, weil die Schatten ständig wechselten", stimmte Teamkollege Kazuki Nakajima zu. "Diese Schatten werden wir in Sepang in dieser Form nicht haben, aber die veränderten Lichtverhältnisse und die Wahrscheinlichkeit für Regen könnten uns im Qualifying und im Rennen schon ganz schön zusetzen. Immerhin ist Malaysia näher an meiner Heimat und die Kultur und das Essen sind für mich heimischer. Die Strecke bin ich in der japanischen GT-Serie schon gefahren, ich kenne sie also ganz gut."

Nakajima will endlich Punkte holen

"Die Strecke gehört für mich zu den besten im ganzen Rennkalender", freute sich der Japaner auf den Auftritt. "Das bedeutet nicht, dass es eine einfache Piste ist. Im Gegenteil: Es gibt viele komplexe und technisch anspruchsvolle Kurvenkombinationen. In den Kurven elf und 14 muss man beim Anbremsen und Einlenken gut aufpassen."

Nakajima will in Sepang unbedingt punkten, denn in Melbourne landete er nach einem Ritt über die Kerbs heftig in den Leitplanken. "Ich lag auf Platz vier und wäre sicher beim Boxenstopp auf Platz drei an Rubens Barrichello vorbeigekommen. Ich muss zugeben, dass ich enttäuscht bin. Ich muss das aber jetzt schnell abhaken und die positiven Dinge mitnehmen. In Malaysia muss ich das volle Potenzial abrufen."

Auch wenn Williams im vergangenen Jahr schlechte Erfahrungen in Sepang sammelte, erinnerte Teilhaber Patrick Head an gute Zeiten: "Wir haben dort schon gute Resultate erzielt. Das beste Rennen hatten wir dort 2002, als wir mit Ralf Schumacher und Juan Pablo Montoya einen Doppelsieg feiern durften. Ich muss allerdings zugeben, dass der Sieg damals zu einem großen Teil auch auf die Kappe des Reifenlieferanten Michelin ging."

Fotoquelle: Williams

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