Fernando Alonso will beim Grand Prix oin Malaysia weitere Punkte sammeln

Formel 1 2009

— 01.04.2009

Die KERS-Kraft: Profitieren die Renault-Piloten?

Fernando Alonso und Nelson Piquet hoffen auf viele Punkte beim Grand Prix in Malaysia: Sofort beim Start auf den Boost-Knopf

Das erste Rennen des Jahres in Melbourne brachte für Renault zwar Punkte, aber gleichzeitig auch die Erkenntnis, dass man noch aufholen muss. Bei den Wintertests hatte man eine gute Tendenz aufgezeigt, doch die Leistungen ließen sich nicht komplett auf die Strecke im Albert Park übertragen. "So, wie das Wochenende für uns gelaufen ist, sind wir recht zufrieden, ein paar Punkte gesammelt zu haben", gab Fernando Alonso zu. Der Spanier war in Australien auf Platz fünf gefahren.

"Wie immer war der Eröffnungs-Grand-Prix ziemlich turbulent", erklärte der Doppelweltmeister. "Ich habe gleich am Start einige Plätze verloren, als ich dem Unfall in der ersten Kurve ausweichen musste. Von da an fuhr ich im hinteren Teil des Feldes und habe versucht, den verlorenen Boden wieder gut zu machen. Gegen Ende des Rennens konnten wir von ein paar Zwischenfällen vor uns profitieren und bis auf Rang fünf vorfahren. Aber auch wenn wir uns über die gewonnenen Punkte freuen, liegt noch eine Menge Arbeit vor uns. Wir sind allerdings guter Dinge, dass wir das schaffen."

Vor allem die Probleme im Qualifying schlugen sich im Rennen nieder. Das soll sich in Sepang ändern. "Ein gutes Qualifying sollte uns ermöglichen, einen entsprechend starken Grand Prix zu fahren. Außerdem müssen wir unser KERS in Sepang schon am Start optimal ausnutzen, denn das kann auf der langen Gerade bis zur ersten Kurve eine Menge ausmachen. In Melbourne ist ziemlich deutlich geworden, dass der Einsatz der verschiedenen Reifentypen in diesem Jahr rennentscheidend sein kann. Auch auf diesen Bereich müssen wir uns konzentrieren. Gerade in Malaysia, wo die Asphalttemperaturen sehr hoch sind und die Reifen unter Extrembedingungen arbeiten müssen, wird das sehr wichtig sein."

Die Streckencharakteristik in Malaysia soll dem Renault R29 besser liegen, sagte Alonso weiter: "Für mich ist der Kurs ohnehin etwas Besonderes, schließlich habe ich dort bereits zweimal gewonnen. Viele schnelle, fließende Kurven, in denen ein Formel-1-Bolide seine ganze Leistungsfähigkeit ausspielen kann. Ich hoffe, dass wir in Malaysia stärker abschneiden können. Aber Melbourne hat auch gezeigt, dass alle Teams eng beieinander liegen - in die Punkte zu fahren, wird also kein Spaziergang werden."

Nelson Piquet hatte zum Auftakt technische Sorgen. "In der Safety-Car-Phase traten Probleme mit meinen Bremsen auf", so der Brasilianer. "Als das Rennen wieder freigegeben wurde, lieferte ich mir ein Duell mit Nico Rosberg und kam auch an ihm vorbei. Als ich danach aber auf die Bremse trat, passierte nichts. Dadurch drehte ich mich in den Kies. Glücklicherweise schlug ich nirgendwo an. Der Wagen nahm keinen Schaden. Es war wirklich schade, denn ich fuhr in einer aussichtsreichen Position und hätte ein starkes Ergebnis in den Punkten erzielen können."

Das mögliche Hitzerennen biete eine neue Chance, so der Weltmeistersohn: "Es gibt zwei lange Geraden, auf denen wir von der Zusatz-Power unseres KER-Systems beim Überholen profitieren könnten. Wegen der hohen Temperaturen ist der Grand Prix von Malaysia für uns Fahrer und das Team immer eine enorme physische Herausforderung. Ich habe im Winter während der Saisonvorbereitung hart trainiert, sodass die Hitze und die Luftfeuchtigkeit für mich kein allzu großes Problem darstellen sollten."

"Der Saisonauftakt in Australien ist abgehakt", so Piquet weiter. "Ich konzentriere mich einzig und allein darauf, mich in Sepang mit einer guten Leistung zurückzumelden. Wir wissen, dass wir unsere Performance noch steigern müssen, und haben in Melbourne viel über den Renault R29 gelernt. Mit diesen Informationen wollen wir in den Freien Trainings eine bessere Fahrzeugbalance finden. Sepang ist eine viel konventionellere Rennstrecke als der Straßenkurs von Melbourne. Deswegen sollten wir dort auch besser einschätzen können, wie konkurrenzfähig wir tatsächlich sind. Ich freue mich auf das bevorstehende Wochenende."

Fotoquelle: Renault

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