McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh ist vom FOTA-Punktesystem überzeugt

Formel 1 2009

— 01.04.2009

Punktesystem: FOTA hält an eigenem Vorschlag fest

In der Diskussion um das zukünftige Wertungssystem in der Formel 1 rückt die Teamvereinigung FOTA nicht von ihrem Vorschlag ab: Gespräch mit der FIA?

In der Diskussion um das Wertungssystem in der Formel 1 ist das letzte Wort noch nicht gesprochen - soviel scheint festzustehen. Zwar hat die FIA ihren kurzfristigen Beschluss für die Saison 2009 ebenso kurzfristig auf Druck der Teamvereinigung FOTA wieder zurückgezogen, doch nach aktuellem Stand käme es nun im kommenden Jahr zu Anwendung. Dennoch: Die Teams haben ebenso wie Bernie Ecclestone und FIA-Chef Max Mosley Gespräche angeregt.

"Die FOTA bleibt bei ihrem Vorschlag", stellte McLaren-Mercedes-Teamchef Martin Whitmarsh klar. "Es gibt zurzeit ohnehin wichtigere Themen, die uns beschäftigen. Ich würde das Wertungssystem auf der Tagesordnung nicht ganz oben sehen", fügte er mit Blick auf die aktuelle Diffusordiskussion hinzu. "Wenn man bedenkt, dass dieser Vorschlag auf den Ergebissen der Marktforschung beruht und wir lange darüber diskutiert haben, dann müssen wir diese Idee auch zukünftig forcieren."

Die FOTA hatte eine umfangreiche Befragung in mehreren Ländern in Auftrag gegeben. Am Ende stand ein klares Votum für den Vorschlag, den Sieger zukünftig mit einem größeren Punktevorsprung zu belohnen (12-9-7-5-4-3-2-1). "Es soll für eine aggressivere Haltung der Fahrer im Kampf um den Sieg sorgen. Die FOTA hat ihre Hausaufgaben gemacht. Die Fans wollen diese Änderung. Ich hätte mich nie für ein Modell eingesetzt, wenn es nicht explizit von den Fans gewünscht wäre", argumentierte der Brite.

"Dieser Vorschlag der FOTA ist erst durch die Anregungen aus den Ergebnissen der Umfrage entstanden. Es ist ein Kompromiss", fügte Whitmarsh hinzu. Er erklärte: "Wenn man den Sieger mit noch mehr Punkten belohnen würde, ginge man die Gefahr ein, dass die Meisterschaft viel zu früh entschieden ist. Es ist ein Balanceakt. Man muss mehr Anreize für Siege schaffen, aber wenn man es übertreibt, dann könnte der Titelkampf zu sehr verkürzt werden."

Der Vorschlag der FOTA war vom FIA-Weltrat abgeschmettert worden. Angeblich hatte sich das Gremiun einstimmig dagegen entschieden. Stattdessen hatte man ein System verabschiedet, welches den Piloten mit den meisten Saisonsiegen automatisch zum Champion macht. "Wir meinen, dass unser Vorschlag gut ausbalanciert ist", so Whitmarsh. "Aber er wurde eben nicht akzeptiert. Aber das ist eben die Meinung anderer. Vielleicht müssen wir uns das gemeinsam nochmal ganz genau anschauen."

Fotoquelle: xpb.cc

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