Nick Heidfeld fuhr heute Nachmittag erstmals in dieser Saison ohne KERS

Formel 1 2009

— 03.04.2009

Heidfeld und Theissen nach Training nicht besorgt

Nick Heidfeld war am Freitag in Sepang einmal mit und einmal ohne KERS unterwegs - Mario Theissen: "Bin mit dem Ergebnis zufrieden"

Nick Heidfeld wagte heute in Malaysia einen Feldversuch: Die ersten 90 Minuten fuhr er mit, die zweiten ohne KERS-Einheit. Sinn und Zweck der Aktion war, auf dem Sepang International Circuit auszuloten, ob das System überhaupt etwas bringt. Das scheint zumindest keine glasklare Sache zu sein: "Quick Nick" war mit dem KERS-F1.09 nur um 0,290 Sekunden schneller.

Allerdings muss man dazusagen, dass die Strecke am Vormittag generell noch langsamer war als in der zweiten Session, als schon mehr Gummiabrieb auf dem Asphalt lag und die Bodenhaftung somit höher war. Die Entscheidung, ob man Qualifying und Rennen mit KERS bestreiten wird, soll heute Abend fallen - aber nur bei Heidfeld. Für Kubica ist die Hybridtechnologie wegen des zusätzlichen Gewichts weiterhin kein Thema.

"KERS wurde über Mittag ausgebaut. Das war wichtig, weil wir mal den Ernstfall proben und weil wir den direkten Vergleich anstellen wollten. Wir haben gelernt: Wir sind einwandfrei in der Lage, das System in der Trainingspause umzurüsten", erklärte BMW Motorsport Direktor Mario Theissen, der sich in seiner Annahme bestätigt sieht, dass KERS in Sepang sogar noch mehr bringen könnte als vor einer Woche in Melbourne.

Auch Heidfeld findet, dass man mit dem System "einen deutlichen Unterschied" spüren kann: "Man merkt es von der Balance her, man merkt, dass man mehr Leistung hat, wenn man den Boost drückt. Aber dafür haben wir es ja gemacht, damit wir jetzt Daten haben und Informationen. Ich werfe noch mein Gefühl dazu und dann werden wir entscheiden, was wir morgen machen", gab der Deutsche nach dem zweiten Freien Training zu Protokoll.

Am Nachmittag belegte Heidfeld nur den letzten Platz. Rückstand: 0,498 Sekunden - aber auf den Vorletzten! "Es könnte besser sein, aber letztes Wochenende sah es auch am Freitag nicht gut aus und Samstag/Sonntag lief es dann deutlich besser", winkte er ab. "Ich hoffe, dass das hier ähnlich sein wird. Trotzdem bin ich nicht zufrieden mit der Position. Die Balance hat offensichtlich nicht ganz gepasst. Jetzt müssen wir schauen, was wir morgen noch verändern können."

Theissen macht sich wegen der bescheidenen Positionen seiner Fahrer keine Sorgen: "Es sieht so aus, als ob wir ein anderes Programm fahren würden als die Konkurrenz - das hatte sich schon in Australien angedeutet. Es gab jedenfalls bei uns keine Schwierigkeiten. Wir haben unsere Rennvorbereitung konsequent durchgezogen, insbesondere was den Reifenvergleich angeht. Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden", sagte er.

Fotoquelle: xpb.cc

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