Jarno Trulli war heute um einen Tick schneller als Teamkollege Timo Glock

Formel 1 2009

— 03.04.2009

Toyota kann Erwartungen am Freitag nicht erfüllen

Kein Fahrzeug in den Top 10: Bei Toyota müssen die Ziele für den Grand Prix von Malaysia nach dem ersten Tag nach unten revidiert werden

Die Hitze von Malaysia war in den vergangenen Jahren stets etwas, was dem Toyota geschmeckt hat, also waren viele Experten nach der starken Performance in Australien der Meinung, dass Timo Glock und Jarno Trulli an diesem Wochenende ganz vorne mitfahren würden. Aber diese Milchmädchenrechnung scheint in Wahrheit nicht aufzugehen.

Glock und Trulli belegten am Vormittag die Positionen zehn und elf, fielen am Nachmittag auf 14 und zwölf zurück, konnten sich aber zeitenmäßig auf 1:36.639 beziehungsweise 1:36.516 Minuten steigern. Das war vor allem auf die weichen Reifen zurückzuführen, die auf dem Sepang International Circuit schneller sind als die härtere Mischung, aber bei weitem nicht so dramatisch zerfallen wie zuletzt im Albert Park von Melbourne.

Glock klagt über loses Heck

"Es war ein schwieriger Tag für mich", seufzte Glock. "Heute Morgen fühlte sich das Auto nicht richtig an. Es war nicht stabil. Zu Beginn der zweiten Session hatte ich dann Übersteuern, das Heck wurde leicht. Wir arbeiteten aber an verschiedenen Setups und am Ende war mein Gefühl wieder besser. Vor dem Qualifying haben wir noch viel zu tun, aber in Melbourne war die Situation ähnlich. Außerdem haben wir Fortschritte gemacht, also bin ich optimistisch."

Der Deutsche stand heute mehrfach neben der Strecke, genau wie auch sein Teamkollege. Böse Zungen würden unken: Ohne flexible Heckflügel scheint der Speed plötzlich weg zu sein. Doch diese Argumentation wäre ebenso provokant wie unfundiert, schließlich fuhr Trulli in Melbourne auch mit einem legalen Heckflügel aus der Boxengasse noch auf das Podium. Man darf nicht vergessen: Toyota ist derzeit Zweiter der Konstrukteurs-WM.

"Es war ein normaler Freitag für uns", bilanzierte Chefingenieur Dieter Gass. "Wir konzentrierten uns auf die Reifen und auf die Balance. Das haben wir nicht ganz hinbekommen, aber wir werden die Autos über Nacht feintunen. Was die Reifen angeht, so ist die Situation weit weniger kritisch als in Melbourne - beide Mischungen funktionieren gut. Die Zeiten liegen eng beisammen, daher machen wir uns wegen der Positionen im Moment keine Sorgen."

Trulli sieht den Schlüssel im Setup

Konkret fehlten Trulli 809 und Glock 932 Tausendstelsekunden auf die Tagesbestzeit von Kimi Räikkönen im Ferrari. Das ist ein deutlich größeres Loch als noch in Melbourne oder auch bei den Wintertestfahrten in Manama. Trotzdem zeigte sich auch Trulli unbesorgt: "Ein gewöhnlicher Trainingsauftakt für uns", sagte der Italiener. "Die Strecke war am Vormittag ein bisschen rutschig, aber das wurde am Nachmittag besser."

"Wir spulten unser Programm ab, probierten ein paar Sachen mit dem Setup und versuchten, das Auto zu verbessern. Wenn man sich die Zeiten ansieht, dann sind wir nicht so konkurrenzfähig wie erwartet, aber ich glaube, unser Auto ist schon bei der Musik. Es geht nur darum, das richtige Setup zu finden. Die weichen Reifen sind sehr schnell, weil die harten meiner Meinung nach ein bisschen zu hart sind", meinte Trulli abschließend.

Fotoquelle: xpb.cc

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