Ferrari verzockte sich mit Massa, der im ersten Teil nach hinten gereicht wurde

Formel 1 2009

— 04.04.2009

Halbes Debakel für die Scuderia Ferrari

Während es Räikkönen in der Qualifikation zum Rennen in Malaysia immerhin in die Top 10 schaffte, kostete Massa ein taktischer Fehler wertvolle Plätze

Das Ferrari-Team erlebte in der Qualifikation zum Großen Preis von Malaysia in Kuala Lumpur ein halbes Debakel. Während es Kimi Räikkönen mit 0,989 Sekunden Rückstand auf die Pole Position wenigstens noch auf den neunten Rang schaffte, kam Felipe Massa auf Rang 16 liegen nicht einmal in den zweiten Durchgang, weil der Brasilianer zum Schluss in dem Glauben, seine gefahrene Zeit könne ausreichen, nicht mehr auf die Strecke ging.

"Um ehrlich zu sein, ist unser Hauptproblem momentan die Tatsache, dass wir nicht schnell genug sind, um um Top-Platzierungen kämpfen zu können", so Räikkönen. "Das Auto hat nicht auf einem bestimmten Gebiet eine Schwäche, aber wir verfügen nicht über ausreichend Haftung, um so schnell wie jene zu sein, die heute vor uns liegen."

"Das morgige Rennen wird sehr hart. Wir werden versuchen, aus dem Start das Maximum zu machen. In Australien war dieser sehr gut, aber es gab keine Möglichkeit, irgendwohin zu fahren, wohingegen hier die Gerade lang und die Strecke breit ist."

"Hinzu kommt, dass unsere Geschwindigkeit konkurrenzfähig ist, so wie wir dies gestern gesehen haben. Wir müssen unsere Leistung verbessern, aber es ist natürlich wichtig, das Reglement so schnell wie möglich geklärt zu haben, um zu verstehen, in welche Richtung wir gehen müssen. Beide Reifen-Typen arbeiteten über die Distanz gesehen gut, und wir werden versuchen, dies zu nutzen."

"Ich bin sehr enttäuscht", so Massa. "Wenn ich aufgrund mangelnder Leistung 16. geworden wäre, dann hätte ich das Ergebnis akzeptieren können, aber so schmerzt es sogar noch mehr. Die Strecke verbesserte sich mit jeder Runde so sehr und mein erster Versuch war nicht perfekt, noch war er ausreichend. Wir reagierten nicht rechtzeitig und verloren die Chance, einen weiteren Versuch zu unternehmen."

"Man kann keinem die Schuld dafür geben, wir sind ein Team und wir verlieren oder gewinnen alle zusammen. Wir müssen unsere Herangehensweise verändern und das Qualifying anders angehen als in der Vergangenheit. Es gibt keinen Raum für Fehler und wir müssen alles geben, von der ersten Einheit an."

"Nichtsdestotrotz bin ich sehr motiviert. Es wird nicht das erste Mal sein, dass ich ein Rennen von weit hinten starten angehen muss, und ich weiß, dass ich darauf zählen kann, eine starke Geschwindigkeit zu haben. Wir müssen versuchen, jede Chance zu nutzen, um Plätze gutzumachen."

"Dieses Ergebnis entspricht definitiv nicht unseren Erwartungen, selbst wenn wir wussten, dass es ein schwieriges Qualifying wird", so Teamchef Stefano Domenicali. "Die Art und Weise, wie wir den ersten Teil der Einheit eingegangen sind, hinterlässt wirklich einen faden Geschmack im Mund. Wir trafen die falsche Annahme, die uns mit Felipe höllisch viel gekostet hat, der sofort draußen war, den ersten Abschnitt nicht schaffte."

"Morgen wird es ein langes und schwieriges Rennen geben, mit einem Fragezeichen hinter dem Wetter, das sich wirklich schnell ändern kann. Wir müssen das Maximum aus unserer Geschwindigkeit im Rennen und dem Start machen. In Australien sahen wir, dass alles passieren kann, und wir müssen gerüstet sein, um jede Möglichkeit zu nutzen. Natürlich mit der Vorgabe, dass wir uns keinerlei Fehler erlauben dürfen."

"Wir entschieden uns dazu, auf den neuen weichen Reifen im ersten Qualifying-Teil nur einen Versuch durchzuführen, um einen Platz für die folgenden Einheiten zu sparen", so Chefingenieur Luca Baldisserri. "Diesen Versuch wollten wir gleich zu Beginn des Qualifyings durchführen, da wir uns aufgrund der Gefahr des Regens Sorgen machten."

"Dann reagierten wir nicht schnell genug, um zu erkennen, dass sich die Strecke wesentlich stärker verbesserte, als wir dies erwartet hatten. Wir sahen zu, wie unsere beiden Fahrer im Feld weiter und weiter nach hinten gereicht wurden, so sehr, dass es Felipe nicht in den zweiten Durchgang schaffte."

"Nun müssen wir uns auf das Rennen konzentrieren. Wir wissen, dass unser Potenzial über die Distanz besser ist, als wir dies auf der ersten Runde gezeigt haben. Morgen werden wir das Maximum daraus machen", so der Italiener abschließend.

Fotoquelle: xpb.cc

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