Nick Heidfeld und Timo Glock bei der Siegerehrung

Formel 1 2009

— 05.04.2009

Nick Heidfeld schwimmt auf den zweiten Rang

Während Robert Kubica mit technischen Problemen vorzeitig aufgeben musste, holte Nick Heidfeld mit einem starken Rennen den zweiten Rang

In einem dramatischen Großen Preis von Malaysia eroberte BMW Sauber F1 Team Fahrer Nick Heidfeld Platz zwei. Nachdem das Rennen bei trockenen Bedingungen gestartet worden war, zwang plötzlich einsetzender, schwerer Regen den Renndirektor, dieses vorzeitig abzubrechen.

Teamkollege Robert Kubica hatte Pech und musste sein Auto wegen Motorproblemen in der zweiten Runde ausrollen lassen. Weil die vom Reglement geforderten 75 Prozent der Renndistanz nicht erreicht wurden, erhalten die Piloten nur die halbe Punktzahl.

"Ich bin natürlich sehr zufrieden mit Platz zwei, nachdem ich als Zehnter gestartet bin", frohlockte Heidfeld. "Das war wirklich ein extremes und schwieriges Rennen. Ich hatte einen guten Start, aber eben auch ein schweres Auto, das war nicht ganz einfach."

"Als sich abzeichnete, dass es regnen würde, haben wir meinen Boxenstopp um sieben Runden vorgezogen und uns gleich für richtige Regenreifen entschieden. Aber die waren schnell hinüber, weil der erwartete starke Regen nicht kam. Das Team sagte mir immer wieder: 'bleib draußen, der starke Regen kommt!', aber die Reifen fühlten sich bald an wie Slicks."

"In dieser Phase wären Intermediates viel schneller gewesen, aber das konnte ja keiner wissen. Als es schließlich goss, war es die einzig richtige Entscheidung, das Rennen abzubrechen. Ich habe mich hinter dem Safety Car gedreht - Aquaplaning war nicht nur ein Problem mit den Reifen, mein Auto schwamm mit dem Boden auf. Ich freue mich für unser Team, dass wir von den ersten beiden Saisonrennen jetzt wenigstens ein anständiges Ergebnis mit nach Hause bringen."

Robert Kubicas Rennen war schnell zu Ende: "Als ich in die Formationsrunde ging, klang der Motor sehr seltsam und hatte kaum Leistung. Ich bin ins Rennen gestartet, so gut es unter diesen Umständen ging und fragte über Funk nach, was ich tun sollte. Das erübrigte sich dann, weil das Auto in der zweiten Runde Feuer fing und ich aufgeben musste."

"Das Rennen hat den chaotischen Verlauf genommen, den wir aufgrund der Wettervorhersage erwarten mussten", so BMW Motorsport Direktor Mario Theissen. "Für Robert war das Rennen schon am Start gelaufen, da sein Motor keine Leistung annahm. Einer ersten Diagnose zufolge war die Ursache ein Pneumatik-Leck."

"Nick hatten wir aufgrund seiner Startposition und in Erwartung der Witterungsverhältnisse mit viel Benzin ins Rennen geschickt. Er konnte dadurch auf dem ersten Reifensatz bis zum Einsetzen des Regens auf der Strecke bleiben. Dann fasste er genau zum richtigen Zeitpunkt Regenreifen und konnte damit bis zum Ende durchfahren. Bei diesen extrem schwierigen Verhältnissen hat er das optimale Ergebnis erzielt. Kompliment an ihn, aber auch an die ganze Mannschaft, die fehlerfrei gearbeitet hat."

Chefingenieur Willy Rampf analysierte: "Das war kein Rennen für schwache Nerven. Für Robert war der GP bereits am Start gelaufen, als sein Motor keine Leistung annahm. Das ist sehr schade, denn seine Ausgangsposition war gut. Nick war schwer unterwegs."

"Und die Strategie, ihn lange draußen zu lassen bis zum Reifenwechsel, hat sich ausgezahlt. Dies war mutig, aber es hat sich gelohnt. Bei schwierigsten Bedingungen ist es ihm gelungen, das Auto auf der Strecke zu halten und einen Podestplatz zu erreichen. Kompliment an die ganze Mannschaft, die bei diesen teils chaotischen Verhältnissen fehlerfrei gearbeitet hat."

Fotoquelle: xpb.cc

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