Mark Webber arbeitete sich Runde für Runde nach vorn

Formel 1 2009

— 05.04.2009

Webber in den Punkten - Vettel im Pech

Während Mark Webber im chaotischen Malaysia-Rennen den sechsten Rang belegte, ging Sebastian Vettel nach einem Dreher leer aus

In einem Rennen, wie es die Formel 1 am Sonntag in Sepang erlebte, ist alles möglich, doch wo große Chancen sind, gibt es auch große Risiken. Das musste Sebastian Vettel erleben, als er sich eine Runde vor dem vorzeitigen Ende des Rennens drehte und dabei der Motor ausging, was einem technischen Problem zuzuschreiben ist. Teamkollege Mark Webber hatte etwas mehr Glück, er wurde auf Position sechs gewertet, auch wenn für ihn mehr drin war

"Die Jungs haben die beste Entscheidung getroffen, das Rennen zum richtigen Zeitpunkt zu beenden", so Webber. "Es wäre schön gewesen, ein paar mehr Runden zu drehen, um uns am Ende eine Chance auf das Podium zu verleihen - aber so ist es nun einmal. Aus diesem Grund habe ich gemischte Emotionen."

"Es ist nun dunkel, es war aus diesem Grund die richtige Entscheidung, keinen Neustart durchzuführen. Ich bin mir nicht so sicher, ob man die Tageszeit für die heutigen Bedingungen verantwortlich machen kann, da das Wetter auch um 15 Uhr schlecht war. Es war wohl lediglich einer dieser Tage. Es war der feuchteste und kühlste Tag, den ich an einem Rennen jemals in Malaysia gesehen habe."

"Ich habe nicht viel zu sagen", so Vettel. "Ich war auf Intermediates und sie waren ziemlich runter gefahren, da es vor dem plötzlichen Schauer nicht sehr feucht war. Ich fuhr die siebte Kurve an und dort stand eine Menge Wasser, aber ich war sehr vorsichtig. Ich verlor das Auto wegen Aquaplaning und es gab nichts, was ich hätte tun können."

"Dort stand zu viel Wasser und meine Reifen waren nicht für diese Bedingungen gemacht. Ein Dreher wäre nicht das große Problem gewesen, aber die Anti-Stall-Automatik funktionierte nicht. Ohne dieses Problem hätte ich mich lediglich gedreht, hätte etwas Zeit verloren und das wäre es gewesen."

"In der Vergangenheit hatten Fahrer drei Pedale, ein Gaspedal, ein Bremspedal und eine Kupplung. Und wenn du dich gedreht hast, dann wusstest du genau, was zu tun ist. Das liegt nun nicht mehr in unseren Händen, es ist aus diesem Grund eine Schande, dass wir wegen dieses dummen Grundes ausfallen mussten."

"Es war klar, dass der Regen kommen würde, es war nur die Frage, wann", so Teamchef Christian Horner. "Unglücklicherweise begann es mit Tröpfeln, gefolgt von starkem Regen. Wir setzen beide Fahrer zum frühestmöglichen Zeitpunkt auf Regenreifen. Dann setzen wir Sebastian auf Intermediates. Kurz bevor der starke Regen einsetzte, war er das schnellste Auto auf der Strecke."

"Dann drehte er sich unglücklicherweise auf der Runde an die Box, als er Regenreifen erhalten sollte. Die Anti-Stall-Automatik setzte nicht ein, das war also das Ende seines Rennens."

"Mark führte kurz bevor der starke Regen einsetzte einen Stopp für Intermediates durch und kam dann erneut an die Box, um auf Regenreifen zu wechseln. Wenn er die Runde gefahren wäre, dann wäre er wohl Dritter geworden. So jedoch brachte uns der Wechsel den sechsten Rang ein."

"Was für ein Rennen!", so Fabrice Lom, Chefingenieur von Renault. "Wir hatten zu Beginn einen schwierigen Start und Mark verlor ein paar Plätze, auch wenn Sebastian ein paar gutmachte. Beide Autos hatten dann gute Kämpfe, arbeiteten sich im Feld nach vorn und überholten eine Menge Autos."

"Dann kam der Regen und es war wie eine Lotterie. Wir müssen uns bei Sebastian entschuldigen, die Anti-Stall-Automatik rettete seinen Motor nicht, das müssen wir also untersuchen. Mark leistete fantastische Arbeit. Es ist für ihn ein unfaires Ergebnis, aber zumindest haben wir die ersten Punkte des Jahres geholt."

Fotoquelle: xpb.cc

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