Bei Ferrari steht man derzeit ziemlich im Regen...

Formel 1 2009

— 05.04.2009

Ferrari bitter enttäuscht: Wieder nur leere Hände

Bei Ferrari stimmt derzeit nicht nur die Leistung nicht, auch während des Rennens begeht man zu viele Fehler, so dass erneut keine Punkte drin waren

Das Ferrari-Team präsentiert sich weiterhin alles andere als weltmeisterlich. Während des Großen Preises von Malaysia setzte man Kimi Räikkönen auf Regenreifen, verzockte sich jedoch, da der vermutete Regen zu lange ausblieb und der Finne am Herumrutschen war.

Schlussendlich belegte Räikkönen Platz 14, wäre beim Neustart des Rennens jedoch wegen Problemen mit KERS nicht mehr mit von der Partie gewesen. Teamkollege Felipe Massa kam unterdessen als Neunter ebenfalls nicht in die Punkte.

"Es war ein chaotisches Rennen", so Massa. "Unter diesen Bedingungen ist es schnell passiert, dass man Entscheidungen trifft, die rückblickend gesehen falsch sind. Als wir die Regenreifen aufzogen, erwarteten wir, dass schnell starker Regen kommt, unglücklicherweise war es lediglich ein leichter Schauer."

"Aus diesem Grund kam ich zurück, um Intermediates aufzuziehen und sofort danach kam der starke Schauer. Es ist schade, denn ich hätte es in die Punkte schaffen können. Wir müssen unsere Fehler definitiv analysieren und verstehen, wie wir diese vermeiden können."

"Ich denke jedoch, dass es keine Revolution erfordert, wie dies immer die emotionalen Beobachter fordern. Das wäre falsch, denn es ist nicht der Fall, dass wir plötzlich dumm geworden sind. Es ist so, dass sich die Kräfteverhältnisse verändert haben. Wir müssen uns dessen bewusst sein und die Situation mit einer anderen Herangehensweise angehen."

"Wir befanden uns zum Zeitpunkt des ersten Boxenstopps in einer guten Position", blickt Räikkönen zurück. "Dann leisteten wir uns einen Fehler, montierten Regenreifen, als der Regen erst noch beginnen musste. Dies war der Punkt, an dem mein Rennen so ziemlich gelaufen war."

"Als das Rennen abgebrochen wurde, waren die Bedingungen sehr schwierig. Es stand so viel Wasser auf der Strecke, und ich kämpfte damit, das Auto sogar im zweiten Gang zu fahren."

"Klarerweise können wir mit unserem Start in die Saison nicht glücklich sein. In Melbourne war ich derjenige, der einen Fehler machte, heute war es das Team. Das Resultat ist, dass wir keine Punkte haben."

"Wir sind heute einmal mehr sehr enttäuscht", so Teamchef Stefano Domenicali. "Wir verlassen den Kurs mit leeren Händen. Rückblickend betrachtet ist es klar, dass wir ein paar falsche Entscheidungen getroffen haben, besonders in Kimis Fall beim ersten Boxenstopp. Die Informationen, die wir zu dieser Zeit hatten, besagten, dass der Sturm in sehr kurzer Zeit aufziehen sollte. Fakt ist jedoch, dass es ein paar weitere Minuten dauerte, bis der Regen kam."

"Felipe hatte sehr viel Pech. Weitere 40 Sekunden und er hätte mit den Regenreifen auf der Strecke bleiben können und wäre am Ende des Rennens auf einer guten Position ins Ziel gekommen."

"Wir müssen uns selbst aus dieser Situation befreien, ohne dass wir in Panik geraten. Aber jeder von uns muss seine Verantwortung übernehmen. Wir müssen tief graben und reagieren. Damit müssen wir sofort beginnen. Wir müssen unsere Mentalität verändern und akzeptieren, dass wir uns in einer schwierigen Situation befinden. Aus diesem Grund müssen wir die Situation mit einer anderen Herangehensweise angehen, sowohl an der Strecke als auch in Maranello."

"Ein weiteres desaströses Rennen", so Chefingenieur Luca Baldisserri. "Wir können dafür keine Entschuldigung hervorbringen. Einmal mehr versuchen wir heute zu überlegen, was hätte passieren können, und jedes Mal passierte das Gegenteil, das wir erwartet hatten."

"Aus diesem Grund entwickelte sich das Rennen zu einem andauernden Kampf, um auf das Boden gutzumachen, was wir nicht richtig hin bekamen. Am Ende stehen wir mit leeren Händen da."

"Im Trockenen war unsere Geschwindigkeit im Rennen nicht wirklich außergewöhnlich, aber dies zeigt, was heute unser wahres Potenzial war. Nun müssen wir versuchen, das Blatt zu wenden und so schnell wie möglich aus dieser Situation herauskommen."

Fotoquelle: xpb.cc

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