Max Mosley wünscht sich ein Comeback der Turbos in der Formel-1-WM

Formel 1 2009

— 06.04.2009

Heimlich, still und leise: Weltmotor ab 2013?

Ein einheitlicher Motor für die Formel-1- und für die Rallye-WM? Völliger Unsinn? Nicht wenn es nach FIA-Präsident Max Mosley geht...

Ab 2013, das ist nicht neu, soll in der Formel 1 ein brandneues Motorenformat kommen. FIA und Automobilhersteller sind sich soweit einig, dass es sich dabei um ein zukunftsweisendes Konzept handeln muss, das in ökologischer Hinsicht den Technologietransfer in die Serienproduktion ankurbeln sollte. Aber wie genau das aussehen wird, weiß bisher noch keiner.

Außer Max Mosley: Der FIA-Präsident, der noch nicht bekannt gegeben hat, ob er sich Ende des Jahres der Wiederwahl stellen will, scheint schon recht konkrete Vorstellungen vom Formel-1-Motor der Zukunft zu haben. Während die Königsklasse in Malaysia im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fiel, hielt der umstrittene Brite im Rahmen der Rallye Portugal eine Pressekonferenz, im Rahmen derer er eine revolutionäre Idee zum Besten gab.

Turbomotor für die Formel 1?

"Im Moment denken wir über einen universellen Motor für 2013 nach. Das ist ein Motor, der als Turboversion in der Formel 1 und als Saugmotor in den niedrigeren Kategorien und in einer Turboversion oder als Saugmotor in der Rallye-WM eingesetzt werden könnte", erklärte Mosley am Samstag im Servicepark in Faro. Diese Bemühungen finden angeblich "in Zusammenarbeit mit den Herstellern" statt, aber: "Wir stehen noch ganz am Anfang."

"Wir hätten gerne einen Motor, zum Beispiel für die Formel 1, bei dem der Basismotor nicht mehr entwickelt werden muss", sagte der FIA-Präsident, "sondern bei dem nur die Außenbereiche weiter entwickelt werden. So ein Außenbereich ist KERS, ebenso die Energierückgewinnung vom Auspuff und vom Kühlsystem. Wir müssen mit den Herstellern auch über Elemente wie Direkteinspritzung und jede Menge anderes sprechen."

Geplante Einführung: 2013

"Aller Wahrscheinlichkeit nach", so Mosley über seine neueste Idee, "wird der Weltmotor 2013 kommen." Welche Absicht dahinter steckt, liegt auch auf der Hand: "Unser Hauptziel ist, dass das Geld, das im Motorsport für Forschung und Entwicklung ausgegeben wird, eher der Automobilindustrie zugute kommt als einem hochspezialisierten Bereich, der für alles andere keine Relevanz hat." Womit wir wieder beim Thema "grüne" Formel 1 wären.

Und Mosley betonte abschließend: "Wir wollen - ich bin nicht sicher, ob wir es können - einen Weg finden, alle Formen des Motorsports in diesem System zu kombinieren. Das wäre sehr hilfreich, denn im Motorsport werden heutzutage große Summen ausgegeben. Es ist nicht unmöglich, dass diese Summen etwas für die Zukunft Hilfreiches hervorbringen können - auch wenn das noch sehr lange dauern kann..."

Fotoquelle: xpb.cc

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