Lewis Hamilton wäre in Sepang auch gerne die komplette Distanz gegangen

Formel 1 2009

— 07.04.2009

Hamilton: "Noch nie so gefährliche Bedingungen"

Lewis Hamilton zog im Teaminterview Bilanz über das schwierige Malaysia-Rennen: "Hätte nichts gegen einen Restart gehabt"

Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton sprach in seiner persönlichen Sepang-Bilanz darüber, wie schwierig und gefährlich die Monsun-Bedingungen von Malaysia wirklich waren. Trotzdem hätte der McLaren-Mercedes-Pilot nichts gegen einen Restart gehabt. Nun sind bis zum China-Rennen die Ingenieure in Sachen Weiterentwicklung gefordert.

Frage: "Lewis, das war für dich ein schwieriges Rennen. Bist du mit deinem Ergebnis aus Malaysia zufrieden?"
Lewis Hamilton: "Ja, es war ein schwieriger Nachmittag. Wir wussten, dass unser Auto im Trockenen nicht die Pace hatte, um ganz vorne mitzufahren. Das wurde spätestens in den ersten Runden klar ersichtlich, als wir einfach zu wenig Abtrieb hatten, um vorne dabei zu bleiben. Und wir wussten, dass uns der Mangel an Downforce auch im Regen behindern würde."

"Ich bin zufrieden, dass ich das gesamte Rennen über Druck machen konnte. Platz sieben ist ganz sicher nicht die allergrößte Belohnung dafür, aber es zeigt, dass das Team niemals aufgibt, und wir nach wie vor in der Lage sind, wenigstens dezente Resultate zu holen."

Frage: "Wie erging es dir, als die Strecke noch trocken war?"
Hamilton: "In den ersten Runden habe ich mächtig Gas gegeben. Ich hatte viel Sprit an Bord, insofern war ich ziemlich zufrieden damit, dass ich mit einigen der leichteren Kollegen mithalten konnte, die eigentlich schneller als ich waren."

Gute Ausgangslage für einen Restart

"Aber ich musste dafür büßen, denn meine Hinterreifen haben sich verabschiedet, und deswegen konnte ich Leute wie Vettel nicht mehr hinter mir halten. Und ich sah, wie sich der Himmel verdunkelte. Ich wusste, dass Regen unmittelbar bevorstand, die Frage war nur noch, wann?"

Frage: "Glaubst du, dass das Team die richtigen Reifen gewählt hat?"
Hamliton: "Das Rennen war eine Lotterie. Bei solchen Bedingungen brauchst du immer ein wenig Glück. Vielleicht war der erste Wechsel auf die Full Wets die falsche Entscheidung. Diese Reifen haben sich so schnell verabschiedet, dass ich keine andere Wahl hatte, als auf die Intermediates zu wechseln."

"Aber die beiden anderen Stopps liefen planmäßig. Das Team trifft sehr oft richtige Entscheidungen und unsere Strategie war gut. Wir hatten genug Benzin bis zum Rennende an Bord. Hätte es einen Restart gegeben, dann hätten wir uns mit Sicherheit in einer guten Ausgangslage befunden."

Frage: "Wie schwierig war es, auf der Strecke zu bleiben, als die schweren Niederschläge einsetzten?"
Hamilton: "Es war unfahrbar. Ich sagte dem Team via Funk, wie schlimm es war, dass überall Wasser stand und es überall Aquaplaning gab. Es war unglaublich und auch sehr gefährlich. Ich glaube, das waren die gefährlichsten Bedingungen, unter denen ich jemals ein Rennen gefahren bin."

Was hat McLaren-Mercedes für China in der Pipeline?

Frage: "Was hattest du mit Mark Webber zu besprechen, als er nach der Roten Flagge zu dir hinüberkam?"
Hamilton: "Als es heftig zu regnen begann, befand ich mich in einem Zweikampf mit Mark. Wir sind beide extrem vorsichtig zu Werke gegangen, und wir haben beide aufgepasst, dass wir uns nicht gegenseitig berühren. Das wollte er mir sagen, und wir haben dann über die Bedingungen gesprochen. Zu dem Zeitpunkt waren wir uns einig darüber, dass es einfach zuviel Wasser gab, um weiter zu fahren."

Frage: "Hättest du gewollt, dass das Rennen noch einmal gestartet wird?"
Hamilton: "Wenn du als Rennfahrer eine Gelegenheit bekommst, vielleicht ein besseres Ergebnis zu holen, als das Auto im Moment dazu in der Lage ist, dann bist du immer scharf darauf, auf die Strecke zurückzukehren. Insofern hätte ich mich schon auf einen Restart gefreut, aber es war ziemlich klar, dass es bereits dämmerte."

"Dieses Problem mussten die Verantwortlichen zusätzlich bedenken. Für sie war es eine schwierige Entscheidung, aber die Bedingungen wurden einfach zu schwierig. Daher war es die richtige Entscheidung abzubrechen."

Frage: "Wie optimistisch bist du in Bezug auf die anstehenden Rennen - speziell China und Bahrain?"
Hamilton: "Ich hoffe, dass wir uns verbessern können. Die Ingenieure sind zuversichtlich, dass wir für das kommende Rennen gute Entwicklungen in der Pipeline haben. Aber wir müssen eine Menge Boden gutmachen. Es wird schwer."

Fotoquelle: xpb.cc

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