Bernie Ecclestone versteht den Ärger von Managervater Anthony Hamilton

Formel 1 2009

— 07.04.2009

"Liegate": Ecclestone sieht keine Schuld bei Dennis

Bernie Ecclestone glaubt nicht, dass Ex-McLaren-Teamchef Ron Dennis an der Lügenaffäre um Lewis Hamilton aktiv beteiligt war

Die Lügenaffäre um Lewis Hamilton und den inzwischen suspendierten McLaren-Sportdirektor Dave Ryan sorgt immer noch für Diskussionsstoff. Vereinzelt kamen sogar Vermutungen auf, wonach Ex-Teamchef Ron Dennis in den so genannten "Liegate"-Skandal verwickelt sein könnte, denn Dennis war in Melbourne persönlich anwesend. Doch Bernie Ecclestone hält solche Anschuldigungen für haltlos.

"Ron ist ein ehrlicher und geradliniger Kerl", wird der Formel-1-Promoter vom 'Sunday Mirror' zitiert. "Er hat immer gesagt, dass er selbst für alles die Verantwortung trägt - er hätte nie von Whitmarsh erwartet, das zu tun. Ron hätte es selbst gemacht. Jetzt steht Martin in der Verantwortung, also trifft er die Entscheidungen. Ron war ja nicht einmal in Malaysia, also kann man ihm schlecht die Schuld für die Sache geben."

Ryan nur ein Bauernopfer?

Ecclestone spielt damit zwischen den Zeilen auf die Suspendierung von Ryan durch Dennis-Nachfolger Martin Whitmarsh an, die seiner Meinung nach als "Bauernopfer" zu verstehen ist. Zumindest konnte auf diese Weise der Imageschaden für Hamilton in Grenzen gehalten werden, der laut offizieller Auskunft von Ryan fehlgeleitet wurde. Aufgrund der Negativschlagzeilen wollte der amtierende Weltmeister angeblich sogar zurücktreten.

"Anthony ist wirklich stinksauer", sagt Ecclestone bezugnehmend auf Managervater Anthony Hamilton, der sich laut Medienberichten bei der FIA über McLaren-Mercedes beschwert haben soll. Kein Wunder: Sollte Ryan seinen Sohn tatsächlich zur Lüge angestiftet haben, dann würde die Beschmutzung des bisher so makellosen Images des jüngsten Champions aller Zeiten auf das Konto der Silberpfeile gehen.

Rückendeckung für die Hamiltons

Ecclestone nimmt Hamilton jun. in Schutz: "Die Fahrer haben Verträge mit den Teams, in denen steht, dass sie sich an Befehle halten müssen und nicht schlecht über das Team sprechen dürfen. Ich glaube nicht, dass Lewis' Image befleckt ist. Er wurde in eine Position gezwungen, in der es so aussah, als hätte er gelogen, aber ich denke nicht, dass er die Kommissare vorsätzlich anlügen wollte." Mit der Formel 1 an sich habe das alles sowieso nichts zu tun.

Nun liege es am FIA-Weltrat, gegen McLaren-Mercedes weitere Sanktionen zu verhängen oder auch nicht: "Die FIA wird sich das anschauen und sich eine Meinung bilden. Ich weiß nicht, ob McLaren bestraft werden sollte. Das ist Sache der FIA", so Ecclestone, der trotz des gewaltigen Medienechos sicher ist, dass sich die Wogen bald glätten werden: "Solche Dinge werden schnell vergessen. Über die Spionagesache redet auch keiner mehr..."

Fotoquelle: xpb.cc

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