Für beide Force-India-Pilotengab es in Malaysia wieder nichts zu holen

Formel 1 2009

— 08.04.2009

Force India und das Spielerglück

Force India bilanziert das Rennwochenende in Malaysia: Die Fahrer sind enttäuscht, der Teammanager erschöpft und der manch anderer ermutigt

Force India ist nach zwei Rennen der neuen Formel-1-Saison gleichauf mit Ferrari! - Was für eine Schlagzeile. Was eigentlich gut klingt, drückt eher noch einmal deutlich aus, die schlecht der Saisonstart der Roten verlaufen ist. Bei Force India erlebte man bisher keinen einzigen Fortschritt im Vergleich zum Vorjahr. In Malaysia drehten sich beide Piloten kurz vor dem Rennabbruch von der überfluteten Sepang-Bahn.

"Das war wirklich keine gute Leistung", brachte es Adrian Sutil im Force-India-Podcast auf den Punkt. "Wir haben die falsche Strategie gewählt. Wir haben gezockt und ich bekam die Regenreifen ganz früh, aber leider eben drei oder vier Runden zu früh. Als der große Regen dann kam, hatte ich kaum noch Profil auf den Pneus. Das waren die schlimmsten Bedingungen, die ich jemals erlebt habe. Ich bin nur noch geschwommen, konnte gar nicht mehr einlenken."

Auch Teamkollege Giancarlo Fisichella erlebte das gleiche Drama. Auch der Italiener hatte seine Regenreifen zu früh bekommen. "Als es dann urplötzlich total nass war, konnte ich den Wagen einfach nicht mehr halten", sagte der Italiener. "Der Speed war zu Beginn gar nicht mal so schlecht. Ich konnte das Tempo von Piquet, Bourdais und Nakajima in etwa mitgehen. Aber solche Rennen gibt es eben. Mal gewinnst du, mal verlierst du. Das war eine Erfahrung und jetzt schauen wir auf das nächste Rennen."

"Das war schon harte Arbeit", sagte Teammanager Andy Stevenson über die Aufgaben an der Boxenmauer. "Wir haben die ganze Zeit das Wetter beobachtet, aber unser Radar zeigte etwas anders an, als was wir vor Ort erlebten. Auf einem Teil der Strecke regnete es früh. Wir hatten unsere Informanten an mehreren Streckenteilen und wir hörten, dass es in Kurve elf schon nass war. Aber es war nicht nass genug für Regenreifen."

"In der Formel 1 muss man manchmal zocken", so Force-India-Manager Ian Phillips. "Wenn Bernie Ecclestone zockt, klappt es meistens - bei uns leider nicht. Wir sind dennoch ermutigt. Wir sind zufrieden, weil wir in der Performance gar nicht weit weg sind. Uns fehlt zwar noch eine Sekunde auf die Top-10, aber unsere Jungs konnten im Rennen gutes Tempo fahren. Allerdings nicht so schnell wie Button und Rosberg, denn die beiden sind regelrecht geflogen."

Fotoquelle: Force India

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