In der Williams-Fabrik in Grove arbeiten mehr als 500 Angestellte

Formel 1 2009

— 08.04.2009

Warum Williams über den Honda-Ausstieg froh ist

Patrick Head ist über den Ausstieg von Honda gar nicht unglücklich und outet sich als Gegner von Max Mosleys Budgetobergrenze

Williams wird für eines der kleinen Formel-1-Teams gehalten, dabei arbeiten in Grove laut offizieller Auskunft 520 Angestellte. Mehr Mitarbeiter beschäftigen nur Toyota, McLaren-Mercedes, Ferrari und das BMW Sauber F1 Team - jeweils inklusive Motorenabteilung. Da kommen natürlich erhebliche Personalkosten zusammen.

Bei einem Budget von maximal 100 Millionen Euro bedeutet das, dass der Gürtel in Grove recht eng geschnallt werden muss. Doch ausgerechnet der Rückzug des ehemaligen Motorenpartners Honda aus der Formel 1 kommt für Williams wie gerufen: Weil nun in der Nachbarschaft kein Herstellerteam mehr mit Geld um sich wirft, lassen sich die Personalkosten leichter im Zaum halten. Die Weltwirtschaftskrise lässt grüßen.

"Uns hat irrsinnige Probleme bereitet, dass die Honda-Fabrik nur unweit von unserer steht. Einigen von unseren besten Leuten wurden enorme Gehälter angeboten", klärt Williams-Teilhaber Patrick Head auf. "Wir haben uns darüber nie beschwert, aber so war es nun einmal. Jetzt ist es auf einmal so, dass die Herstellerteams fast mehr auf die Gehaltsbremse steigen als wir."

Als eines der letzten Privatteams der Formel 1 würde Williams eine Budgetobergrenze naturgemäß begrüßen, allerdings nicht zum Preis einer Zweiklassengesellschaft. Bekanntlich hat die FIA um Präsident Max Mosley für 2010 eine freiwillige Budgetobergrenze von umgerechnet 33 Millionen Euro beschlossen - wer sich daran hält, bekommt zahlreiche technische Freiräume zugestanden, alle anderen Teams müssen sich an ein strengeres Reglement halten.

"Es ist auf jeden Fall Max' Absicht und ich glaube sogar, dass sich viele in irgendeiner Form eine Budgetobergrenze wünschen", so Head. "Sehr wenige Teams finden aber, dass es eine gute Idee ist, eine Zweiklassengesellschaft zu errichten. Das würde die Formel 1 zu nahe an den Tourenwagen- und GT-Sport heranführen. Das finde ich nicht gut. Vielmehr müssen wir versuchen, eine einheitliche Budgetobergrenze zu schaffen. Das letzte Wort ist da noch nicht gesprochen."

Fotoquelle: Williams

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