Michael Schumacher wird in China und Bahrain nicht als Ferrari-Berater tätig sein

Formel 1 2009

— 11.04.2009

Lauda: "Ferrari kann doch nicht so blöd sein"

Der ehemalige Formel-1-Weltmeister Niki Lauda wundert sich, warum Berater Michael Schumacher bei Ferrari nicht besser integriert wird

Zwei Rennen, null Punkte - Ferrari hat beim Saisonauftakt der Formel 1 einen klassischen Fehlstart hingelegt, der vor allem beim Großen Preis von Malaysia mit einigen Fehlentscheidungen gespickt war. Als Berater war Michael Schumacher sowohl in Melbourne als auch in Sepang mit dabei, als Ferrari von einer Panne in die nächste schlitterte. Doch "Schumi" stand zumeist nur als Zaungast hinter dem Kommandostand - Ex-Champion Niki Lauda kann diese Haltung nicht nachvollziehen.

Lauda zeigte sich angesichts dieser Rollenverteilung etwas verwundert: Schumacher bezieht bei Ferrari zwar ein Beraterhonorar, hat aber anscheinend keinen Einfluss auf die Entscheidungen an der Rennstrecke. Aber was ist dann genau die Aufgabe des Rekordweltmeisters, wenn er die Scuderia zum Rennplatz begleitet? "Das würde ich auch gerne wissen", sagte Lauda gegenüber 'Blick.ch'.

"Wenn 'Schumi' zu den ersten zwei Rennen anreist, dann muss er doch auch eine Aufgabe haben", meinte der Österreicher, der vom Auftritt Schumachers in Malaysia nicht gerade begeistert war: "'Schumi' hat sich mit seinem Gastspiel in Kuala Lumpur sicher keinen Gefallen getan, als er vor der Boxen-Kommandozentrale von Ferrari herumlief, an den Himmel blickte und fast hilflos wirkte", rief Lauda die Szenen von Sepang noch einmal in Erinnerung.

"Dabei hätte er dem Team nämlich helfen können, wenn man ihn auf einen der Sessel gesetzt hätte. Vor allem bei der heiklen Reifenwahl hätte er mit seiner großen Erfahrung den Ingenieuren die richtige Wahl bekanntgeben können. Bereits beim Massa-Flop am Samstag hätte 'Schumi' den Fehler, als die Zeit auslief, sicher ausbügeln können", ist sich Lauda sicher. "Ferrari kann doch nicht so blöd sein, den siebenfachen Weltmeister nicht richtig einzusetzen."

Zumindest bei den kommenden beiden Rennveranstaltungen wird Schumacher nicht hinter dem Kommandostand von Ferrari stehen, wie seine Pressesprecherin Sabine Kehm verriet: "Michael wird nicht nach China kommen, weil er mit der Familie ein paar Tage Urlaub macht. Das ist intern schon lange bekannt und hat nichts mit den beiden ersten Rennen zu tun. Auch in Bahrain wird er nicht vor Ort sein. Das war ebenfalls nie geplant."

Fotoquelle: xpb.cc

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