Alexander Wurz erklärt eine Runde auf dem Shanghai International Circuit

Formel 1 2009

— 13.04.2009

Eine Runde in Shanghai mit Alexander Wurz

Alexander Wurz hat 2007 in China seinen letzten Grand Prix bestritten, und erklärt eine Runde auf dem Shanghai International Circuit

Die Millionenmetropole Shanghai ist für den Geschmack von Alexander Wurz "etwas zu hektisch", was jedoch nicht für den Shanghai International Circuit gilt. Den Kurs empfindet der Österreicher als "sehr beeindruckend und eine interessante Herausforderung für die Fahrer und Ingenieure. Die Strecke trägt die typische Handschrift von Herman Tilke mit vielen Kurven."

"Es beginnt mit den Kurven eins und zwei, die eine scheinbar nie enden wollende Rechtskurve bilden. Wir nähern uns mit 300 km/h und bremsen erst, wenn wir in die Kurve einlenken. Man kann nicht besonders stark bremsen. Deshalb bremst man sehr lange, während man das Auto im zweiten Gang verlangsamt. Um auf dieser Strecke eine gute Rundenzeit zu fahren, muss der Wagen neutrale Fahreigenschaften besitzen, was im Allgemeinen zu Übersteuern führt."

"Auf der Fahrt zu Kurve drei geht es bergab über einen kleinen Hubbel. Es ist eine Linkskurve, die - je nach Getriebeabstufung - im ersten oder zweiten Gang befahren wird. Die Reifen sind noch von der langen ersten Kurve gestresst und das Auto gerät deshalb leicht ins Rutschen. Es ist schwierig, eine gute Kurvenausfahrt zu erwischen, was aber sehr wichtig ist, da die Kurven vier und fünf, sowie die nachfolgende Gerade schnell befahren werden."

Richtig bremsen vor der Haarnadelkurve

"Kurve sechs ist eine Haarnadelkurve, deren größte Herausforderung darin besteht, an der richtigen Stelle zu bremsen, da die Geschwindigkeit rund 300 km/h beträgt. Wir schneiden den Scheitelpunkt und geben so schnell wie möglich Vollgas, um in der nachfolgenden Links/Rechts-Kombination so schnell wie möglich zu sein. Die Schikane wird im sechsten Gang mit Vollgas durchfahren und wir können fühlen, wie sich die Reifen gegen den Asphalt pressen."

"Am Ausgang der Schikane folgt fast unmittelbar eine doppelte Linkskurve, die Kurven neun und zehn. Das sind sehr wichtige Kurven und bei der Einfahrt in die erste Linkskurve, die im dritten Gang genommen wird, kann viel Zeit gewonnen werden. In der zweiten Linkskurve stehen wir auf dem Gas, aber man muss eine genaue Linie fahren."

"Wir sind im sechsten Gang, bevor wir rund 90 Meter vor der engen Linkskurve abbremsen. Wenn der Wagen für das Überfahren des Bordsteins abgestimmt ist, ist er zu weich für den ersten Abschnitt der Strecke. Deshalb glaube ich, dass es besser ist, den Bordstein nicht zu überfahren und eine halbe Zehntelsekunde zu verlieren."

Bester Überholpunkt der Strecke

"Dieser Verlust lässt sich an anderen Stellen mehr als wieder wettmachen. Dieser Abschnitt erinnert mich an Club Corner in Silverstone, da sofort ein Rechtsknick kommt und man den Wagen bis zur Kurvenausfahrt mit dem Gaspedal steuern muss."

"Kurve 13 ist eine lange, ansteigende Rechtskurve. Sie wird mit Vollgas genommen, aber man muss sich sehr konzentrieren, da die Reifen leicht beschädigt werden können, wenn die Lenkung zu stark blockiert. Es folgt die längste Gerade der Strecke. Anschließend bremsen wir vor der Haarnadelkurve aus 320 km/h ab. Das ist der beste Überholpunkt der Strecke, und man kann schnell 0,2 Sekunden verlieren, wenn man sich verbremst. Deshalb muss man sich darauf konzentrieren, den Wagen richtig durch den Scheitelpunkt zu bekommen."

"Kurve 15 ist eine Vollgaskurve - und plötzlich ist man schon in der letzten Kurve, Kurve 16. Das ist eine sehr interessante Kurve, da man den Scheitelpunkt schnell durchfahren kann, wenn man den richtigen Rhythmus findet. Dann kommt die Start- und Zielgerade und eine neue Runde beginnt."

Fotoquelle: xpb.cc

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