Für Jarno Trulli ist klar: Toyota ist 2009 eines der Top-Teams in der Formel 1

Formel 1 2009

— 14.04.2009

Toyota strotzt vor Selbstbewusstsein

Jarno Trulli und Timo Glock machen vor dem China-Rennen keinen Hehl aus ihrem neuen Selbstbewusstsein: Das neue Top-Team will wieder auf das Podium

Für Toyota waren in der Formel-1-Saison 2009 bisher die Plätze drei und vier reserviert. Jarno Trulli und Timo Glock landeten in Melbourne und in Sepang auf genau diesen beiden Rängen. Trulli hatte die Nase in Australien vorne, Glock in Malaysia. Aber weil es in Sepang nach dem Regenabbruch nur halbe Punkte gab, liegt der Italiener in der aktuellen Gesamtwertung um einen halben Zähler vor seinem deutschen Teamkollegen.

Damit standen seit dem Formel-1-Debüt der Japaner in der Saison 2002 Toyota-Fahrer nun insgesamt zehnmal auf dem Podest. Auch in China glückte dieses Unterfangen bereits, als Ralf Schumacher im Herbst 2005 auf einen dritten Platz fuhr. Nichts anderes als eine Wiederholung der Schumacher-Vorstellung ist das klare Toyota-Ziel für das kommende Wochenende.

"Wir sind sehr stark in die Saison gestartet, deshalb bin ich für den China-Grand-Prix auch sehr optimistisch", erklärte Trulli im Vorfeld. "Es unterstreicht, wie viele Fortschritte wir gegenüber dem vergangenen Jahr gemacht haben." Der 34-Jährige zeigte sich eine Woche nach Sepang von seinem dortigen vierten Platz "enttäuscht, denn ich wollte auf das Podium und um den Sieg kämpfen."

Neues Selbstbewusstsein bei Toyota

Zu wenig für die neuen Ansprüche der Japaner. "Wir sind Zweiter in der Konstrukteurswertung, also sind wir ganz klar eines der Top-Teams", gab sich Trulli selbstbewusst. "Timo und ich konnten beide konstant an der Spitze kämpfen und das ist großartig. Das ist auch in China mein Ziel. Ich will wieder auf das Podium und ich denke, wir haben dazu auch eine gute Chance."

Dazu benötigt der Italiener jedoch etwas mehr Rennglück als bisher: "In China hatte ich immer Pech. Zum Beispiel wurde ich vergangenes Jahr in Kurve eins von hinten getroffen. Dieses Mal will ich unbedingt ein besseres Wochenende erleben."

Glock hingegen beendete das Vorjahresrennen auf Platz sieben, aber auch das ist nicht mehr das Ziel des Deutschen: "2008 ging eigentlich alles ganz gut und ich konnte ein paar Punkte sammeln. Aber ich hoffe am Wochenende auf mehr als den siebten Platz, soviel ist sicher."

Wie verhält sich der supersofte Reifen?

Das neue Selbstbewusstsein bei Toyota findet nicht zuletzt seine Ursache darin, dass das Team "unter allen Bedingungen vorne mitfahren kann. Das ist ein gutes Zeichen, denn es bestätigt, dass wir mit unserem Optimismus vor Saisonbeginn richtig gelegen sind." Daher gilt auch für Glock: "Wir wollen wieder auf das Podest, aber natürlich brauchen wir erneut ein gutes Wochenende, denn es wird wieder ziemlich eng werden."

Keine leichte Aufgabe also, auch nicht für Chefdesigner Pascal Vasselon: "Shanghai ist eine Strecke mit einer ganzen Reihe unterschiedlicher Kurvenspeeds. Daher kann man das Auto nicht alleine für schnelle oder langsame Kurven optimieren. Man braucht eine gute Balance."

Speziell Turn 1 und Turn 13, die beiden langgezogenen Kurven, "sind in Shanghai die herausragenden Elemente. Dazu ist China auch sehr anspruchsvoll in punkto Reifenverschleiß. Wenn du einen zu weichen Reifen bekommst, dann wirst du wahrscheinlich ein Graining-Problem erleben. Von daher wird es interessant werden, wie sich der Typ Supersoft und der mittlere Reifentyp am Wochenende verhalten."

Fotoquelle: Toyota

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