Rückt nun auch McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh ins Licht der Untersuchungen?

Formel 1 2009

— 14.04.2009

"Liegate": Was wusste Whitmarsh?

In der Lügenaffäre von Melbourne will die FIA nun auch die Rolle von McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh untersuchen: Zwei fragliche Interviews mit der 'BBC'

Im Vorfeld der Verhandlung rund um die Lügenaffäre von Melbourne führt die FIA ihre Ermittlungen mit aller Konsequenz weiter. Nun wurde der britische Fernsehsender 'BBC' angeschrieben, mit der Bitte, Kopien von sämtlichen Interviews mit McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh zu übermitteln.

Whitmarsh gab unmittelbar nach dem Australien-Rennen gegenüber der 'BBC' zwei Interviews, nach deren Wortlaut auch auf die Rolle des McLaren-Teamchefs ein Verdachtsmoment fallen könnte. Bisher ist es lediglich erwiesen, dass der ehemalige McLaren-Sportdirektor Dave Ryan und Lewis Hamilton abstritten, den Toyota von Jarno Trulli absichtlich vorbeigelassen zu haben.

Whitmarsh wiederum behauptete noch in Sepang, nichts vom Vorhaben der beiden gewusst zu haben. Gegenüber dem 'BBC Radio 5' erklärte der McLaren-Teamchef unmittelbar nach Rennende in Melbourne jedoch: "Trulli hat hinter dem SafetyCar überholt und die ersten Andeutungen der Stewarts lauteten, dass dies nicht korrekt war. Sie untersuchen die Angelegenheit gerade und wir werden in Kürze erfahren, ob es ein dritter oder vierter Platz ist."

In einem zweiten Interview mit der 'BBC' sagte Whitmarsh: "Trulli hat seinen Platz hinter dem SafetyCar wieder eingenommen, was normalerweise nicht erlaubt ist. Ich weiß, dass die FIA sich den Sachverhalt gerade ansieht." Offenbar interessiert sich die FIA nun jedoch zu der Fragestellung, ob Ryan und Hamilton wirklich im Alleingang gehandelt haben, oder ob auch der Teamchef selbst von der Angelegenheit wusste.

Die "Liegate"-Affäre wird am 29. April vor dem FIA-Weltrat in Paris verhandelt. Für McLaren-Mercedes ist es nach der Spionageaffäre im Jahr 2007 bereits der zweite strittige Sachverhalt binnen kurzer Zeit. Noch ist nicht abzusehen, mit welchen Sanktionen der britisch-deutsche Rennstall zu rechnen hat. Für die meisten Experten liegt das zu erwartende Strafmaß zwischen einer Sperre über mehrere Rennen und einem kompletten WM-Ausschluss.

Fotoquelle: xpb.cc

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