Nachdenklich: Nelson Piquet weiß, dass er bei Renault nur die Nummer zwei ist

Formel 1 2009

— 14.04.2009

Piquet beklagt sich über Benachteiligung

Nelson Piquet steht bei Renault im Schatten von Fernando Alonso und beschwert sich nun erstmals öffentlich über diese Situation

Es ist im Fahrerlager kein Geheimnis, dass es bei kaum einem anderen Team so klare Hierarchien gibt wie bei Renault: Fernando Alonso ist die Nummer eins, Nelson Piquet die Nummer zwei. Doch weil Piquet bei anhaltender Erfolglosigkeit zunehmend unter Druck gerät, muckt er nun erstmals öffentlich auf.

"Ich habe einen sehr starken Teamkollegen, an dem sich das Team orientiert", wird der Brasilianer von verschiedenen Zeitungen zitiert. "Ich hätte gerne, dass sich das Team an mir orientiert." Besonders bei den Wintertests habe sich das ausgewirkt: "Fernando wollte die meiste Zeit im Auto haben und das Team wollte das auch, weil sie der Meinung waren, dass das der schnellste Weg sein würde, das Auto weiterzuentwickeln."

Der Blick in unsere Testdatenbank zeigt: Alonso legte seit 1. Januar an zehn Testtagen 4.634 Kilometer zurück, während Piquet an acht Tagen auf 2.267 Kilometer kam. Doch dass Alonso die Nummer eins ist, ist sonnenklar, schließlich war das eine der Bedingungen des Ex-Weltmeisters für seine Rückkehr nach einem Jahr bei McLaren-Mercedes. Dagegen kann auch der Einfluss von Nelson Piquet sen. nichts ausrichten.

Piquet jun. tut sich besonders mit Teamchef Flavio Briatore schwer: "Er hat nicht immer Recht und kann sehr hart sein. Man muss dazu in der Lage sein, seine schlechten Eigenschaften zu ignorieren und die guten zu absorbieren", so der Renault-Pilot. Das kommt nicht von ungefähr: Jean Alesi und Gerhard Berger machten 1996 im ersten Jahr nach der Erfolgsära Michael Schumacher ähnliche Erfahrungen mit Briatore.

Für Piquet war der Wendepunkt das Nachtrennen in Singapur, wo die von ihm ausgelöste Safety-Car-Phase Alonso den Sieg bescherte. Seiner Meinung nach hat das Team dort bei Alonso alle strategischen Entscheidungen goldrichtig getroffen, "während mir immer der ganze Mist passiert". Einzige Ausnahme war 2008 das Safety-Car-Rennen in Hockenheim, das der damals zweitplatzierte Piquet fast gewonnen hätte.

Fotoquelle: Renault

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