Nicolas Todt kann sich einen Aufsteig in der Formel 1 mit ART vorstellen

Formel 1 2009

— 16.04.2009

Nicolas Todt: Mit ART in die Formel 1?

ART-Teilhaber Nicolas Todt erwägt einen Aufstieg in die Formel 1: Aber zuerst Formel 3, GP2 und voraussichtlich GP3

Niemand weiß bislang, ob Max Mosley mit seiner Budgetobergrenze von rund 33 Millionen Euro zum kommenden Jahr durchkommt, aber sicher ist wohl: Die Formel 1 wird in Zukunft erschwinglicher. Somit wird die Königsklasse auch wieder für neue Teams interessant. Das amerikanische Projekt USGPE soll nicht der einzige Neuzugang bleiben. Ein weiterer Kandidat für den Aufstieg in die Formel 1 ist das erfolgreiche ART-Team von Nicolas Todt und Frédéric Vasseur.

"Die jüngsten Entscheidungen, auch wenn sie noch nicht festgezurrt sind, gehen in die richtige Richtung", sagte Todt in der 'GPWeek' mit Blick auf die geplante Deckelung der Formel-1-Budgets. "Ich bin sicher, dass es in Zukunft eher machbar sein wird, ein eigenes Team auf die Beine zu stellen. Wenn es so läuft und die Entscheidungen in diese Richtung gehen, dann werde ich über einen solchen Schritt nachdenken", erklärte der Sohn des legendären Ex-Ferrari-Rennleiters Jean Todt.

Als Red-Bull-Eigner Dietrich Mateschitz sein B-Team Toro Rosso im vergangenen Jahr zum Kauf anbot, wurde Nicolas Todt bereits als potenzieller Interessent gehandelt. Doch damals wiegelte der Franzose noch entschieden ab - das ist diesmal anders. Logisch, denn das Unternehmen ART Grand Prix muss wachsen. "Wir haben eine tolle Firma mit tollen Leuten", so Todt. "Jetzt müssen wir unser Unternehmen weiterentwickeln."

ART soll weiter wachsen

"Wir sind mit der Formel 3, der GP2 und der GP2 Asia zurzeit in drei Rennserien vertreten und ich hoffe, dass wir im kommenden Jahr noch etwas hinzufügen können. Wir sprechen zurzeit über die GP3. Hoffentlich können wir das machen", sagte der ART-Teilhaber. Die GP3 wird ab 2010 als Unterbau der beliebten GP2 installiert und soll die vermeintliche Lücke zwischen Formel 3 und der GP2 schließen. "Allerdings gibt es auch zwischen Formel 3 und GP2 schon viele Synergien", merkte Todt an.

"Wenn ein Formel-3-Pilot mit uns gewinnt, dann ist es doch sinnvoll, wenn er auch in der GP2 bei uns bleibt. So war es zum Beispiel bei Lewis Hamilton, Romain Grosjean und Nico Hülkenberg." Nun will man den Toptalenten möglicherweise die weitere Aufstiegschance in die Formel 1 bieten können. "Wenn man in diesem Business ist, träumt man natürlich immer von der Formel 1, aber die Lücke zwischen GP2 und Formel 1 ist noch zu groß."

"Letztlich ist die Formel 1 Leidenschaft, aber man muss sie auch profitabel gestalten können. Ich habe immer gesagt, dass wenn die Kosten drastisch reduziert werden und ich dann meinen Job machen kann, ohne dabei auch noch Geld zu verpulvern, dann denke ich darüber nach", sagte der Manager von Felipe Massa und Sébastien Bourdais. "Aber wenn ich in die Formel 1 gehe, dann will ich nicht nur überleben. Ich möchte sowohl sportlich wie auch wirtschaftlich erfolgreich sein."

Fotoquelle: xpb.cc

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