Felipe Massa war auch mit neuen Aerodynamik-Teilen nicht viel schneller

Formel 1 2009

— 17.04.2009

Ferrari steht mit dem Rücken zur Wand

Trotz neuer Aerodynamik-Teile fahren die "Roten" nur im Mittelfeld - Verzicht auf KERS bremst die Autos zusätzlich aus

Das Ferrari-Team fährt der Konkurrenz auch in China hinterher, daran ändert auch die Tatsache nichts, dass man in Shanghai auf KERS verzichtet. Im 2. Freien Training belegte Felipe Massa mit 1,168 Sekunden Rückstand Position 12, Teamkollege Kimi Räikkönen wurde mit 1,375 Sekunden Rückstand auf Rang 14 geführt.

"Wir befinden uns an der technischen Front in einer schwierigen Situation", so Massa. "Aber wenn man daran denkt, was jenen passierte, denen wir so nahe stehen, und an das tägliche Leben der Leute von Abruzzo, dann sieht man alles aus einer anderen Perspektive. Ich hoffe, dass die Tatsache, dass wir wie von Präsident Montezemolo erbeten die 'Abruzzo ne cuore'-Message ("Abruzzo in unseren Herzen") auf unseren Autos tragen, diesen Leuten helfen kann, dass sie sich vielleicht weniger alleine fühlen."

"Was die Strecke betrifft, so kann ich sagen, dass unser Kampf um die Weltmeisterschaft noch eingeschränkter ist. Auch hier fahren wir ohne KERS und als Ergebnis dessen verlieren wir sogar noch mehr Leistung. Hinzu kommt, dass wir nicht so viel aerodynamischen Abtrieb haben wie die besten Autos. Wir müssen die Entwicklung des Autos so intensiv wie möglich vorantreiben, aber wir wissen, dass es sehr schwierig sein wird, aufzuholen. Das einzige Rezept dagegen ist harte Arbeit."

"Die Balance des Autos ist nicht schlecht und man spürt das fehlende KERS nicht", so Räikkönen. "Tatsache ist, dass wir im Vergleich zu den Teams, die im Moment die Hackordnung anführen, zu langsam sind. Wir müssen versuchen, das Auto zu verbessern. Im Moment sind wir nicht in der Lage, um den Titel zu fahren."

"Wir dürfen den Kampf jedoch nicht aufgeben, denn das gesamte Team arbeitet hart, wir können wieder in eine siegreiche Position zurückkehren. Es ist keine einfache Zeit, aber unsere Gruppe ist stark und wird wissen, was wir tun müssen, um aus dieser Situation herauszukommen. Der weichere Reifen scheint besser zu arbeiten, als er dies in Australien tat."

"Präsident Montezemolo wollte unbedingt ein Zeichen der Unterstützung für all jene setzen, die diese Tragödie durchgemacht haben", so Teamchef Stefano Domenicali. "Wir sind stolz darauf, dass unsere Autos den Namen einer Region in Italien tragen, die unseren Herzen sehr nahe steht, besonders im einer Zeit wie dieser."

"Was unsere heutigen Aktivitäten auf der Strecke betrifft, kann ich sagen, dass es mehr oder weniger so wie erwartet lief. Wir müssen ein paar Rennen in der defensive fahren und unter Bestes geben."

"Ohne KERS verlieren wir klarerweise etwas Leistung, und die ersten Anzeichen sind, dass wir in Bezug auf die Balance des Autos keinerlei Verbesserungen sehen. Wir dürfen nicht vergessen, dass das Auto entwickelt wurde, dieses System zu tragen. Wir befinden uns in einer schwierigen Situation und müssen versuchen, ruhig zu bleiben und an allen Fronten hart zu arbeiten."

"Wir arbeiteten hauptsächlich an der Bewertung der beiden Reifentypen, die uns hier durch Bridgestone zur Verfügung gestellt werden", so Chefingenieur Chris Dyer. "Hier scheint der weichere Reifen besser zu arbeiten, als in Australien. Der härtere zeigte eine Leistung, wie sie erwartet wurde."

"Wir hatten während der drei Trainingsstunden keine technischen Probleme und waren in der Lage, neue Aerodynamik-Lösungen zu bewerten, die heute an Felipes Auto montiert waren. Morgen werden sie an einem Auto sein."

Fotoquelle: xpb.cc

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