In Bild mit Symbolcharakter: Der F1.09 von Kubica lässt den Flügel hängen

Formel 1 2009

— 19.04.2009

Farbloses Rennen des BMW Sauber F1 Teams

Nick Heidfeld und Robert Kubica spielten im China-Grand-Prix nur Statistenrollen, hatten unschöne Zwischenfälle und verfehlten klar die Punkte

Ein Grand Prix zum Vergessen! Das BMW Sauber F1 Team stand nach dem Regenrennen von Shanghai mit leeren Händen da. Beide Fahrer waren in einige der zahllosen durch Aquaplaning und miserable Sicht ausgelösten Zwischenfälle verwickelt. Letztlich kam Nick Heidfeld als Zwölfter ins Ziel, sein Teamkollege Robert Kubica unmittelbar hinter ihm. Der Pole sorgte mit einem Auffahrunfall auf Totoya-Fahrer Jarno Trulli für ein Bild des Rennens.

"Natürlich bin ich von diesem Rennergebnis enttäuscht, aber gleichzeitig muss ich froh sein, dass ich überhaupt ins Ziel gekommen bin", so Heidfeld. "Die Bedingungen waren mit dem Aquaplaning und den Sichtverhältnissen katastrophal. Zu Beginn, als das Safety-Car verschwand, waren die Reifendrücke stark abgesackt, damit hatte ich zu kämpfen. Dann fuhr mir in der 13. Runde Timo Glock ins Auto, die Beschädigungen am Auto haben natürlich auch nicht geholfen."

Danach lief es etwas besser, als plötzlich Unrat den Weg kreuzte. "Ich war gegen Rennende auf Kurs, um wenigstens ein oder zwei Punkte zu holen, aber dann flog von Adrian Sutils Unfall ein Haufen Kram auf der Strecke herum, darunter auch ein Rad. Ich habe versucht, ihm auszuweichen, aber das eierte da völlig unberechenbar herum und traf mich. Danach fühlte sich mein Auto ganz seltsam an, so habe ich noch vier Positionen verloren", so der Mönchengladbacher.

Bei Kubica lief es auch nicht besser. "Das Rennen heute war gefährlich. Wir hatten fast überall Aquaplaning, und die Sicht war ein Desaster. Es gab viele Situationen, in denen ich rein gar nichts sehen konnte. Das hat auch zu dem heftigen Unfall mit Jarno Trulli geführt", erklärte er. "Als Jarno die Kurve angebremst hat, bin ich durch stehendes Wasser gefahren. Obwohl ich sehr hart gebremst habe, ist das Auto immer noch schneller geworden. Ich bin ziemlich hoch aufgestiegen, als ich seine Hinterräder traf. Glücklicherweise wurde niemand verletzt."

Damit war das Pech für Kubica aber noch nicht vorbei. "Wir mussten den Frontflügel zwei Mal wechseln, weil ich Vibrationen hatte und massiv Grip verlor. Das hat mein Rennen ruiniert", schloss er ab. Den eingehandelten Rückstand konnte er nicht mehr aufholen.

"Zu diesem Grand Prix gibt es nicht viel zu sagen. Aus einer schwachen Ausgangsposition wurden unsere Fahrer in diesem Regenrennen in Kollisionen verwickelt", so BMW Motorsport Direktor Mario Theissen. "Das Ergebnis sind null Punkte. Dieses Rennen kann man nur schnellstmöglich abhaken und sich auf Bahrain konzentrieren."

"Das war ein sehr enttäuschendes Rennen", erklärte Willy Rampf, Head of Engineering. "Die einzige Chance, bei unseren Ausgangspositionen überhaupt zu punkten, war bei Regen. Trotzdem sind wir leer ausgegangen. Wir müssen uns schnellstmöglich steigern."

Fotoquelle: xpb.cc

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