Dietrich Mateschitz hat es geschafft: Sein Red-Bull-Team hat den ersten Sieg

Formel 1 2009

— 20.04.2009

Mateschitz: Erst Red Bull, dann Champagner

Dietrich Mateschitz über den ersten Erfolg seines Formel-1-Teams: "Zu schön, um wahr zu sein" - Niki Lauda: "Der bekommt sein Geld doppelt zurück"

Dietrich Mateschitz ist am Ziel. Als der österreichische Energydrink-Mogul Ende 2004 Jaguar übernahm und unter eigener Flagge ab 2005 in der Formel 1 antrat, hatten nur wenige an eine erfolgreiche Geschichte geglaubt. Viele hielten das Engagement für einen teuren Marketing-Gag, der sich sportlich kaum auf die Formel 1 auswirken würde. Doch weit gefehlt - spätestens seit der Verpflichtung von Stardesigner Adrian Newey wurden die wahren Ambitionen deutlich.

Im 74. Grand Prix schaffte Sebastian Vettel endlich den ersten Sieg für die Mannschaft von Mateschitz. "Fast zu schön, um wahr zu sein", kommentierte der Red-Bull_Chef in den 'Salzburger Nachrichten' den Erfolg, den Mark Webber mit Platz zwei noch süßer gestaltete. "Die Spannung war riesig", gab Mateschitz zu. "Zum Glück ging aber alles gut."

Auf der einen Seite habe man in Vettel und Webber ein äußerst schlagkräftiges Duo und auf der anderen Seite ein Topauto, erklärte der österreichische Milliardär. "Der RB5 von Adrian Newey ist wahrscheinlich das innovativste und beste Auto im ganzen Feld innerhalb der 'Diffusorregel', wie wir sie verstehen. Wir werden unsere neue Lösung hoffentlich in Monaco einsetzen können."

Er habe sich - wie viele andere - sehr über die britische Hymne für das Team gewundert, wo man Red Bull doch als österreichische Mannschaft an den Start bringt. "Das soll beim nächsten Mal nicht mehr passieren", so Mateschitz. "Wir werden der FIA Gelegenheit geben, den Fehler rasch wieder gutzumachen", erklärte er und deutete somit seine Hoffnung auf seine Rennsiege an.

Das Modell Red Bull scheint endlich zu funktionieren. Das Team hat zur Spitze aufgeschlossen, der Nachwuchskader hat in Sebastian Vettel und Sébastien Buemi nun schon zwei Talente in die Formel 1 gebracht. "Mit dem Doppelsieg bekommt Mateschitz nun sein investiertes Geld doppelt zurück", sagte Niki Lauda im 'WirtschaftsBlatt'. Allein die Bühne Formel 1 sorge für eine reiche Marketingausbeute: "Sie wird weltweit übertragen. Das Rennen in China haben 500 bis 600 Millionen Menschen verfolgt."

Nach Ansicht des Ex-Weltmeisters beweise Red Bull, dass man mit vergleichsweise bescheidenen Mitteln Erfolg haben könne. "Red Bull gehört zu jenen, die mit einem kleinen Budget fahren. Die oft genannten 160 Millionen Euro sind zu hoch gegriffen. Ich würde sagen, das Budget von Red Bull Racing liegt bei 100 Millionen Euro. Damit liegt er im unteren Mittelfeld."

Fotoquelle: xpb.cc

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