Der Chef und sein bestes Pferd im Stall: Dietrich Mateschitz und Sebastian Vettel

Formel 1 2009

— 21.04.2009

Mateschitz: Drei Gründe für den Red-Bull-Erfolg

Für Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz war der China-Sieg von Sebastian Vettel kein Zufall, sondern das Zusammenwirken mehrerer Faktoren

Nach dem Toro-Rosso-Erfolg von Monza 2008 hat in Schanghai nun auch Red Bull einen Formel-1-Sieg landen können. Die Parallelen sind bekannt: Regenwetter und Sebastian Vettel. Aber für Dietrich Mateschitz hat der Aufschwung seines Formel-1-Vorzeigeteams mehrere Gründe - genauer gesagt drei.

"Wir haben bereits im Dezember gesehen, dass Adrian Newey hier etwas Revolutionäres gelungen ist", verriet der Red-Bull-Chef nun gegenüber der österreichischen 'Kleinen Zeitung'. Gemeint ist natürlich der Red-Bull RB5 aus der Feder des britischen Stardesigners.

Dazu kommt, dass Vettel und Mark Webber eine der stärksten Fahrerpaarungen in der Formel 1 darstellen. "Sie stacheln sich gegenseitig an", verriet Teamchef Christian Horner, der nach dem China-Sieg natürlich ein Sonderlob für den Deutschen auf Lager hatte: "Er fährt mit unheimlich viel Köpfchen. Und er wird immer besser."

Mateschitz ging sogar noch einen Schritt weiter, und bezeichnete das Duo Vettel und Webber neben Ferrari als "die garantiert stärkste Fahrerpaarung." Doch nicht nur Auto und Piloten haben sich gegenüber dem Vorjahr geändert, auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind gänzlich anders als noch 2008.

Der Doppelsieg war einzigartig

Dies trifft nicht nur für Red Bull zu, sondern natürlich auch für andere Privatteams vom Schlage Brawn, während die Herstellerteams schwächeln. Für Mateschitz kein Zufall, sondern der schnelle Beginn eines Prozesses, dessen Ende noch nicht absehbar ist.

"Es macht heute für niemanden mehr Sinn, 500 Millionen auszugeben, weil es das Geld derzeit gar nicht gibt", weiß der Red-Bull-Chef. "Dadurch sind Teams wie wir konkurrenzfähiger geworden. Der Trend entwickelt sich ganz klar weg von der bisherigen Zwei-Klassen-Gesellschaft."

Reduzierte Budgets, längere Haltbarkeit der Motoren plus das Verbot der teuren Testfahrten. Das alles kommt- Diffusor hin, KERS her - vor allem den privaten Teams zugute, und die Folgen treten schneller ein als erwartet. Doch Mateschitz bleibt auf der Hut: "China war einzigartig, es hat alles gepasst. So etwas lässt sich nicht jeden Tag wiederholen."

Fotoquelle: xpb.cc

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