Timo Glock ist mit seiner Performance in den ersten drei Rennen sehr zufrieden

Formel 1 2009

— 21.04.2009

Glock-Interview: Der Auftakt hat gepasst

Toyota-Pilot Timo Glock verrät, warum er sich auf Slicks "zuhause" fühlt, spricht über die ersten drei Rennen und gibt sich optimistisch für Bahrain

Frage: "Wie bewertest du den Saisonstart?"
Timo Glock: "Für mich und das Team war es ein guter Start in die Saison. Für mich persönlich war es wirklich positiv, gleich im zweiten Rennen auf dem Podium zu stehen. Das Team konnte damit aber nach Jarnos drittem Platz in Australien gleichzeitig den zweiten Podiumsplatz in Folge holen. China war ein bisschen enttäuschend, aber es war toll, mit einem konkurrenzfähigen Auto in die Saison zu starten, mit dem man um das Podium kämpfen kann. Mit meiner Performance bin ich zufrieden. Ich habe schon jetzt viele Punkte geholt, obwohl die Rahmenbedingungen teilweise schwierig waren. Dafür muss ich mich auch beim Team bedanken, denn es hat wirklich hart gearbeitet."

Frage: "Hast du dich schnell an die Slicks gewöhnt?"
Glock: "Auf Slicks habe ich definitiv ein viel besseres Feeling. Im vergangenen Jahr war eine meine Hauptaufgaben, die Rillenreifen zu verstehen, denn sie sind ganz anders als Slicks und ich hatte nicht so viel Erfahrung mit ihnen. Für mich war es also kein Problem, wieder zu wechseln; ich bin fast meine ganze Karriere über auf Slicks gefahren, das erleichtert mir das Leben in dieser Saison. Natürlich ist es immer eine große Herausforderung, das Maximale aus den Reifen herauszuholen, da wir bei jedem Rennen verschiedene Compounds haben. Aber ich fühle mich auf Slicks zuhause."

Frage: "Bist du mit deinem siebten Platz in China zufrieden?"
Glock: "Vor dem Rennen hätte ich das verneint, denn ich hatte mir mehr erhofft. Aber angesichts der Probleme am Samstag und der Tatsache, dass wir aus der Boxengasse gestartet sind, müssen wir mit den beiden Punkten zufrieden sein. Ich habe in allen drei bisherigen Grand Prix dieser Saison gepunktet, das ist positiv."

Frage: "Wie waren die Bedingungen in der Anfangsphase des Rennens?"
Glock: "In den ersten Runden war es wirklich tückisch. Wegen meiner Strafe, die ich für den Getriebewechsel bekommen hatte, fuhr ich im hinteren Feld. Dort war es wegen der Gischt fast unmöglich, irgendetwas zu sehen. Es war, als ob ich blind fahren würde. Es war schwer, zu sehen wo man hinfährt oder einfach auch nur das Auto auf der Strecke zu halten. Ich hatte einen Zwischenfall mit Nick Heidfeld, als ich meinen Bremspunkt falsch eingeschätzt habe. Leider rammte ich das Heck seines Autos und beschädigte dabei meinen Frontflügel."

Frage: "Hat die Beschädigung Probleme bereitet?"
Glock: "Es ist ohne Frage besser, wenn nichts kaputt ist und das Auto hat sich auch nicht mehr perfekt angefühlt. Deshalb habe ich meinen Boxenstopp ein bisschen früher als geplant gemacht. Wir haben den Frontflügel gewechselt und ich muss sagen, dass das Team das wirklich extrem schnell hinbekommen hat. Die von Flügel sind in diesem Jahr viel größer und damit ist es für die Jungs auch schwieriger, sie auszutauschen. Ich weiß aber, dass sie das im Winter sehr viel geübt haben und sie waren wirklich superschnell. Mit dem neuen Frontflügel hat sich das Auto auf Anhieb besser angefüllt und ich konnte attackieren, um Punkte zu holen."

Frage: "War es bei diesen Bedingungen einfacher, bei freier Strecke zu fahren?"
Glock: "Die Sicht war viel besser, wenn man kein anderes Auto vor sich hatte, denn die Gischt ist das große Problem. Ich hatte fünf oder sechs Runden lang freie Fahrt; ich hatte eine gute Pace und schien recht schnell zu sein, aber dann bin ich auf Kimi Räikkönen aufgelaufen. Ich wurde eine Weile aufgehalten, denn ich konnte nichts sehen, wo das Wasser stand und musste deshalb ein bisschen vom Gas gehen. Am Ende kam ich doch noch an ihm vorbei, aber es war nicht einfach. Das Hauptproblem ist die Sicht; wenn man einem anderen Auto hinterher fährt, dann sieht man einfach nicht genau, wo man hinfährt."

Frage: "Was erwartest du dir für den Bahrain-Grand-Prix?"
Glock: "Ich bin für dieses Rennen optimistisch. Wir haben im Winter in Bahrain getestet, also können wir bei diesem Rennen hoffentlich weiter in die richtige Richtung gehen und einige weitere Punkte holen. Allgemein müssen wir weiter alles geben, um uns konstant zu steigern. Wir wissen, dass alle anderen Teams versuchen, besser zu werden. Also müssen wir konzentriert bleiben und so hart wie möglich arbeiten. Wir müssen mindestens genauso schnell wie die anderen weiterentwickeln."

Fotoquelle: xpb.cc

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