Felipe Massa will an seine Bahrain.Erfolg von 2007 und 2008 anknüpfen

Formel 1 2009

— 23.04.2009

Wenigstens die Ferrari-Piloten sind optimistisch

Während Felipe Massa und Kimi Räikkönen beim kommenden Grand Prix in Bahrain auf KERS und Erfolg hoffen, mahnt Teamchef Stefano Domenicali zur Vorsicht

Wenn nicht in Bahrain, wo dann? Diese Frage stellt man sich, wenn man an die Ferrari-Hoffnungen auf erste Erfolge denkt. Immerhin konnte Felipe Massa in den vergangenen beiden Jahren beim Wüstenrennen souverän siegen, außerdem hat das Team im Winter an gleicher Stelle getestet und dabei einen guten Eindruck hinterlassen. Aber: Der reine Speed ist nur eines von vielen Problemen mit dem F60, die mangelnde Standfestigkeit fällt viel schwerer ins Gewicht.

"Es gab im dunklen Regen von Schanghai auch sonnige Momente", beschrieb Massa vor dem Auftritt in Manama. "Natürlich ist ein Rückblick auf die vergangenen drei Saisonrennen eher eine Qual als ein Vergnügen, aber ich habe uns noch nicht aufgegeben. Mein Technikdefekt war wieder einmal einer, den wir zuvor noch nicht erlebt hatten. Es war eigentlich nichts wirklich kaputt, sondern die Elektronik hat nur fehlerhaft ausgewertet und dann vorsichtshalber den Motor abgestellt."

Man sei sicher, dass der Fehler nun behoben sei. Außerdem will man schnellstmöglich wieder den Extraschub von KERS nutzen. "Auch im Regen hätte uns KERS auf den Geraden helfen können. Ich bin nicht sicher, ob wir das System in Bahrain einsetzen werden. Aber es wird intensiv daran gearbeitet. Hoffentlich können wir es verwenden, denn es dürfte uns dort einen großen Vorteil bringen."

Massa hat 2007 und 2008 in Bahrain gewonnen

Massa rechnet sich aufgrund seiner guten Erinnerungen und Erfahrungen aus Bahrain einiges für das vierte Rennen der Saison aus. "Wir haben dort beim Test gut ausgesehen und die Reifen haben toll funktioniert", so der Brasilianer. "Ich erwarte uns sehr konkurrenzfähig. Ich hoffe, dass wir den anderen Leuten das Leben schwer machen können. Ich bin sehr motiviert, auch wenn wir gerade schwierige Zeiten durchleben. Jetzt muss die Wende kommen - am besten an diesem Wochenende."

Räikkönen hat am zurückliegenden Rennwochenende neben der Zuverlässigkeit ein weiteres Ferrari-Problemfeld ausgemacht. "Uns fehlt im Vergleich zu den anderen Autos einfach Abtrieb", sagte der Finne. Erst mit neuen Aerodynamikteilen am Samstag sei die Situation etwas besser geworden. "Leider hatten wir aber kein KERS an Bord. Das hat uns mit Sicherheit einige Zehntelsekunden gekostet. Leider haben wir noch keinen einzigen Punkt, aber wir haben schon andere schwierige Situationen gemeistert."

"Das Team muss nun einfach fokussiert bleiben und alles geben. Wir bekommen für Barcelona ein neues Aerodynamikpaket und erst dann werden wir wirklich sehen, wo wir im Vergleich zu den anderen Teams stehen", sagte Räikkönen weiter. "Wir haben zwar in den beiden vergangenen Jahren in Bahrain gewonnen, aber ich fürchte, dass dies in diesem Jahr nicht möglich sein wird. Wenn alles richtig gut läuft, dann können wir Punkte holen und eventuell auf das Podest kommen."

Neue Teile erst wieder in Barcelona

Der Auftritt auf dem Sakhir International Circuit sei für Ferrari extrem wichtig, erklärte Teamchef Stefano Domenicali. Immerhin hat die Scuderia mit Mubadala und Etihad zwei wichtige Geldgeber aus der Region. "Wir werden für das Rennen in Bahrain keine neuen Teile haben", bremste der Teamchef die Erwartungen allerdings etwas. "Wir arbeiten aber an einem neuen Paket. Der Wagen wird letztmals in dieser Form eingesetzt. Ab Barcelona haben dann auch wir einen Doppeldiffusor."

"Uns war klar, dass wir in China leiden würden. Leider muss ich zugeben, dass es wohl auch an diesem Wochenende wieder so sein wird", so Domenicali. "Wir müssen aufpassen, denn auch wenn wir in Barcelona das neue Paket haben, werden die anderen ja nicht auf uns warten. Auch die anderen werden ihre Autos weiterentwickeln. Wir haben noch keinen Punkt und entsprechend einen großen Rückstand auf die Spitze. Ich möchte aber klarstellen, dass wir noch lange nicht aufgeben."

"Theoretisch könnten wir in dieser Saison noch 252 Punkte holen", rechnete der Ferrari-Teamchef vor. Er widersprach der Ansicht, dass man die Entwicklung in diesem Jahr zugunsten des Neubaus für 2010 sausen lassen sollte. "Wir arbeiten weiter. Selbst wenn die Situation noch schlimmer wird, werden wir es weiter vorantreiben. Alles andere würde nicht zur Philosophie von Ferrari passen. Wir haben uns schon aus schlimmeren Situationen befreit. Immerhin hat unser Team aus den letzten zwei Jahren drei von vier möglichen Titeln geholt."

Fotoquelle: xpb.cc

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