Norbert Haug ärgert sich über so manchen medialen Kommentar aus Stuttgart

Formel 1 2009

— 25.04.2009

Mercedes: Haug relativiert Zetsches Aussage

Mercedes-Sportchef Norbert Haug relativiert die Spekulationen um einen möglichen Ausstieg seiner Marke aus der Formel 1

Innerhalb des Daimler-Konzerns mehren sich die Stimmen, die einen Ausstieg der hauseigenen Marke Mercedes aus der Formel 1 fordern. Nach dem Betriebsrat äußerte sich nun erstmals auch Vorstandschef Dieter Zetsche in diese Richtung: "Wenn sich das Umfeld ändern sollte, etwa durch eine unangemessene Bestrafung durch die FIA, wäre es möglich, dass wir das Engagement überdenken."

Naturgemäß sorgt dieses Statement im Fahrerlager in Bahrain für Diskussionsstoff, aber Mercedes-Sportchef Norbert Haug bemüht sich, die Wogen zu glätten: "Das ist ausdrücklich kein Ausstiegsszenario", betonte er gegenüber 'RTL'. "Wir haben immer gesagt: Sollten die Rahmenbedingungen in der Formel 1 nicht stimmen, dann denken wir nach und überlegen uns etwas anderes. Zu diesen Rahmenbedingungen gehört auch, dass wir eine gerechte Strafe erhalten."

Stuttgart stellt damit dem FIA-Weltrat die Rute ins Fenster - nach dem Motto: Werft uns nicht aus der Weltmeisterschaft raus, sonst kommen wir nicht mehr zurück! Das wäre nicht nur für das Starterfeld eine negative Entwicklung, sondern auch für die Mercedes-Kundenteams Brawn und Force India. Das kümmert den Betriebsrat jedoch herzlich wenig, denn der wünscht sich eigenen Angaben nach so oder so einen Ausstieg aus der Königsklasse.

Aber Haug kontert auf die medialen Äußerungen des Betriebsratsvorsitzenden Helmut Lense: "Wir haben ein sehr vernünftiges Budget und sind allen Überprüfungen im Haus unterworfen. Ich glaube, wir können sagen, dass wir eine sehr motivierte Truppe haben, die Tag und Nacht arbeitet", so der Deutsche, der außerdem der Meinung ist, dass der Betriebsrat das Formel-1-Projekt nicht als externe Angelegenheit betrachten sollte: "Das sind viele Arbeitsplätze."

Von Lense hätte er sich gewünscht, dass die Diskussionen über die Formel 1 hinter verschlossenen Türen geführt werden und nicht über die Medien: "Ich kann verstehen, wenn Emotionen da sind, aber ich halte mehr davon, wenn wir dieses Thema intern diskutieren. Dafür stehe ich immer zur Verfügung. Und glauben Sie mir: Ich habe hervorragende Fakten, die das Formel-1-Engagement beschreiben. Die Formel 1 ist für viel Geld eine sehr günstige Geschichte", so Haug.

Fotoquelle: xpb.cc

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