Jarno Trullis Toyota war heute in Bahrain tatsächlich das schnellste Fahrzeug

Formel 1 2009

— 25.04.2009

Benzinmengen: Vettel als Toyota-Jäger

Die offengelegten Startgewichte verraten: Jarno Trulli war tatsächlich der schnellste Mann, Sebastian Vettel kann aber einen längeren ersten Stint fahren

Was unmittelbar nach dem Qualifying in Bahrain nur ein Verdacht war, ist jetzt Gewissheit: Das Brawn-Team hat den Nimbus der Unbesiegbarkeit verloren und war bisher an diesem Wochenende nicht mehr erste Kraft in der Formel 1. Als solche darf sich im Moment Jarno Trulli fühlen, denn der Polesetter war mit seinem Toyota auch benzinbereinigt schnellster Mann des Nachmittags.

Trulli ist zwar um 10,5 Kilogramm leichter unterwegs als Sebastian Vettel (3.), was umgerechnet in Rundenzeit knapp vier Zehntelsekunden entspricht, doch in Q3 konnte er dem Red-Bull-Piloten bekanntlich fast sechs Zehntelsekunden abknöpfen. Der Polesetter wird morgen ungefähr in Runde 14 (von 57) an der Box erwartet, was ihm zwei Optionen offen lässt: entweder eine klassische Dreistoppstrategie oder eine Zweistoppstrategie mit einem kurzen Eröffnungsstint.

Als Erster wird Timo Glock seinen Tank nachfüllen lassen, denn der Deutsche war heute um fünfeinhalb Kilogramm leichter als sein Teamkollege und wird damit gegen Runde zwölf an der Box erwartet. Glock hat in strategischer Hinsicht ähnliche Optionen wie Trulli, allerdings spricht wegen der zwei Runden Differenz bei ihm etwas mehr für die Dreistoppvariante. Natürlich hängt diese Entscheidung auch von der Haltbarkeit der Reifen ab.

Vettel hat indes gute Chancen auf seinen zweiten Saisonsieg, denn der Schanghai-Triumphator hat im Vergleich zu Trulli Benzin für drei zusätzliche Runden an Bord und ist zudem um sechseinhalb Kilogramm oder zwei Runden schwerer als WM-Leader Jenson Button. Button war seinerseits im Qualifying um zwei Zehntelsekunden schneller als Rubens Barrichello, obwohl sein Auto um dreieinhalb Kilogramm schwerer betankt ist.

Erwartungsgemäß viel Benzin mitgenommen haben die Ferraris und Nico Rosberg, die aus den hinteren Regionen der Top 10 einen langen ersten Stint fahren werden. Am allerspätesten, nämlich in Runde 32 und 33, werden aber Nick Heidfeld und Robert Kubica an der Box erwartet, die die Benzinmenge frei wählen konnten. Das BMW Sauber F1 Team versucht also, das Wochenende mit einer Einstoppstrategie noch zu retten.

Voraussichtlicher erster Boxenstopp*:

Runde 12: Timo Glock
Runde 14: Jarno Trulli, Rubens Barrichello, Fernando Alonso
Runde 15: Jenson Button, Lewis Hamilton, Giancarlo Fisichella
Runde 16: Mark Webber
Runde 17: Sebastian Vettel
Runde 19: Felipe Massa
Runde 20: Sébastien Bourdais
Runde 22: Nico Rosberg, Kimi Räikkönen
Runde 25: Heikki Kovalainen, Nelson Piquet, Sébastien Buemi, Adrian Sutil
Runde 26: Kazuki Nakajima
Runde 32: Nick Heidfeld
Runde 33: Robert Kubica

* Angaben ohne Gewähr

Fotoquelle: xpb.cc

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