Räikkönen rettete Ferrari mit seinem sechsten Rang vor der Total-Katastrophe

Formel 1 2009

— 26.04.2009

Punkte der Erleichterung für Ferrari

Endlich ist die Null aus der WM-Wertung verschwunden, doch das Rennen zeigte einmal mehr, dass die Italiener noch viel Arbeit vor sich haben

Das Ferrari-Team stand vor dem Großen Preis von Bahrain gehörig unter Druck. Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo war extra angereist - hätte man keine Punkte geholt, es wäre der schlechteste Saisonstart aller Zeiten für den Rennstall aus Maranello geworden.

Aber zum Glück überquerte Kimi Räikkönen als Sechster die Ziellinie. Dabei hatte man am Start einen Schreckmoment zu überstehen, als beide Teamkollegen aneinander gerieten. Felipe Massa musste daraufhin an der Box den Frontflügel wechseln - schlussendlich beendete er das Rennen auf Position 14 außerhalb der Zähler.

"Ich bin glücklich, dass ich ein paar Punkte geholt habe", so Räikkönen. "Aber mit unserem Leistungsniveau kann ich nicht zufrieden sein. Ich bin lange genug dabei, um über einen sechsten Platz nicht sehr begeistert zu sein. Uns ist absolut bewusst, dass wir uns verbessern müssen."

"In der Theorie sollten wir mit dem neuen Paket, das wir in Bahrain haben werden, einen guten Schritt nach vorn machen. Aber wir wissen nicht, wie groß dieser im Vergleich zu den anderen sein wird, bis wir in Spanien auf der Strecke sind."

"Heute haben wir das Maximum aus dem aktuellen Potenzial der F60 gemacht, selbst wenn wir bei meinem letzten Boxenstopp wegen eines Problems mit einem Teil der Abdeckung am Rad etwas Zeit verloren haben. Dies kostete mich die Chance, die Boxengasse vor Barrichello zu verlassen."

"Mein Rennen wurde am Start entschieden", so Massa. "Ich wurde zwischen Kimi und Rubens eingeklemmt und mein Frontflügel brach, nachdem ich das Hinterrad meines Teamkollegen berührte. Zunächst realisierte ich nicht, was wirklich passierte, und so kam ich erst nach zwei Runden an die Box, um die Nase wechseln zu lassen."

"Nach einem guten Start mitt einer freien Strecke kam ich dann in Verkehr und meine Hoffnungen, weiter nach vorn zu kommen, schwanden dahin. Während des Rennens arbeitete meine Telemetrie nicht, meine Ingenieure konnten mir aus diesem Grund beim Management des Autos nicht helfen."

"Auch das KERS funktionierte nicht perfekt, besonders beim Start. Dies ist eine Schande, denn einmal mehr haben wir heute eine Chance verloren, Punkte zu holen. Nun erwarte ich, dass wir in Bezug auf die Leistung in Barcelona einen guten Schritt nach vorn machen. Eine Sache ist sicher, wir werden nicht aufgeben, denn wir alle wollen wieder nach vorn kommen."

"Heute war es unser Ziel gewesen, beide Autos in die Punkte zu bekommen, das haben wir zur Hälfte hinbekommen", so Teamchef Stefano Domenicali. "Unglücklicherweise wurde Felipes Rennen behindert, als er mit seinem Teamkollegen im Durcheinander kurz nach dem Start kollidierte und sich dabei den Frontflügel beschädigte. Er fiel an das Ende des Paketes zurück und war nicht mehr Lage, viel zu tun, abgesehen davon, dass er mit viel Benzin an Bord eine gute Geschwindigkeit zeigte."

"Kimi fuhr ein starkes Rennen, dank seiner Zielankunft kamen wir einem positiven Wochenende nahe. Sein sechster Rang ist ziemlich genau eine akkurate Reflektion unserer aktuellen Situation. Wir waren uns absolut bewusst, dass wir an der Zuverlässigkeit arbeiten müssen, und einmal mehr hatten wir heute ein paar Probleme. Viel mehr müssen wir noch an der Leistung arbeiten."

"Wir müssen wirklich bei der Entwicklung des gesamten Autos intensiv Druck machen, dürfen uns nicht nur auf den zugegebenermaßen sehr wichtigen Diffusor konzentrieren. Nun können wir zu Beginn der Europa-Saison eine sehr heiße Zeit erwarten. In der Meisterschaft wird dies eine Schlüsselphase sein, auch wenn ich damit nicht meine, dass alles von Barcelona abhängen wird. Wir sind Ferrari und wir werden bis zu dem Moment, wenn die Mathematik sagt, dass es vorbei ist, niemals aufgeben."

"Unglücklicherweise war Felipes Rennen beendet, als er Kimi berührte, sich dabei den Frontflügel brach und sofort an die Box kommen musste", so Chefingenieur Chris Dyer. "Mit so viel Benzin an Bord war die Geschwindigkeit des Brasilianers ziemlich gut, aber dann fand er sich in Verkehr wieder und konnte nicht das gesamte Potenzial aus dem Auto holen."

"Hinzu kommt, dass er an seinem Auto ein Problem mit der Telemetrie hatte, was bedeutete, dass er im Dunklen fuhr. Kimi fuhr ein gutes Rennen und sein sechster Platz repräsentiert, was wir erwarten konnten. Vielleicht hätten wir in den Kampf um den fünften Rang mit Barrichello eingreifen können, wenn wir bei seinem letzten Boxenstopp kein Problem mit der Abdeckung des linken Hinterrad gehabt hätten."

"Alles in allem war es wichtig, den Ball in der Klassifikation wieder zum Rollen bekommen zu haben, die Null gelöscht zu haben. Wir haben noch eine Menge Arbeit zu erledigen, um uns zu verbessern, sowohl in Bezug auf die Zuverlässigkeit als auch in Bezug darauf, konkurrenzfähig zu sein."

Fotoquelle: xpb.cc

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