Robert Kubica kämpfte am Ende des Feldes gegen Kazuki Nakajima

Formel 1 2009

— 26.04.2009

Kubica und Heidfeld: Leiden verdrängt die Hoffnung

Nick Heidfeld und Robert Kubica gefangen am Ende des Feldes - Bahrain zeigte deutlich, wie dringend der BMW Sauber F1.09 ein Update nötig hat

Schon 2008 war das Ziel für 2009 ausgegeben: Um den Titel wollte man mitkämpfen. Dieses Ziel ist nach vier Rennen in der Formel-1-Saison 2009 in sehr, sehr weite Ferne gerückt. Die Konkurrenz ist nicht nur stärker, Nick Heidfeld und Robert Kubica sehen sie bereits entschwinden; beide kritisieren die Weiterentwicklung im BMW Sauber F1 Team.

"Wenn wir etwas fertig haben, dann bringen wir es", erklärte Kubica. "Aber alle Ressourcen sind für das Update für Barcelona gebunden." Und davon verspricht sich der Pole auch keine Wunder. "Ich glaube nicht, dass es am Gesamtbild sehr viel ändern wird. Wir werden der Spitze etwas näher kommen, aber wir werden nicht plötzlich einen Sprung aus der siebten in die erste Reihe machen."

"Die Saison ist noch lang. Wir müssen aus der derzeitigen Situation zunächst herausfinden und wieder konkurrenzfähig werden", fuhr er fort. "Wir müssen unsere Ziele erreichen, aber derzeit haben wir drängendere Probleme als den Gewinn der Meisterschaft. Ich habe Vertrauen an das, was ich kann. Wir müssen einfach weitermachen und vielleicht einen etwas anderen Weg einschlagen, denn die Geschwindigkeit unserer Weiterentwicklung war nicht ideal - wie schon im Vorjahr. Das müssen wir verbessern."

Regen als Schleier

In das gleiche Horn stieß auch Heidfeld. "Wir haben seit dem ersten Rennen keine wesentlichen Updates, speziell bei der Aerodynamik", erklärte er bei RTL. "Der Regen in den vergangenen zwei Rennen hat die wahre Leistungsfähigkeit ein wenig verschleiert. Da kann man teilweise noch ein bisschen was gutmachen, auch wenn das Auto nicht passt."

Diese Aussagen sind nicht neu, beide äußern sich schon länger auf diese Weise. "Es ist schon spät, um eine Lösung zu finden, aber besser spät als nie", so Kubica. Doch die Situation ist für beide frustrierend - genau wie das Rennen in Bahrain. Schon nach dem Start fiel man an das Ende des Feldes zurück und konnte sich nicht wieder nach vorn arbeiten.

"Wenn man sich anschaut, wo wir in diesem Jahr fahren wollten, müsste man von da aus zumindest noch Positionen gutmachen können. Das ist im Moment leider nicht möglich", so Heidfeld. "Das Auto ist nicht schnell. Das haben wir schon gestern im Qualifying gesehen. Heute kam da auch noch das Pech dazu. Wir mussten beiden einen ungeplanten Boxenstopp einlegen, weil wir uns beide die Frontflügel demoliert haben. Ich hatte da Kontakt zu allen Richtungen."

Startgerangel zerstörte die Hoffnung

Im Gedrängel der ersten Kurve komme dies vor - vor allem dann, wenn man weiter hinten im Feld starte. "Nick war rechts von mir und Heikki (Kovalainen) links von mir. Er zog dann zu Nick rüber. Ich versuchte noch zu bremsen, aber ich brach meine rechte Frontflügelseite an Nicks Heck", beschrieb Kubica die Situation.

Auch danach ging es für den Polen munter weiter. Bei einem Angriff auf Kazuki Nakajima im Williams kam es fast zur nächsten Kollision. "Das war gefährlich", so der Pole. "Er sah mich, als wir schon in der Bremszone waren. Er fuhr plötzlich nach rechts und bremste zeitgleich. Um ihn nicht zu erwischen, musste ich lenken und bremsen - ich stand richtig quer und drehte mich. Da verlor ich sechs Sekunden, aber immerhin keinen weiteren Frontflügel."

Fotoquelle: xpb.cc

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